Irish-Ticker: Noch 28 Tage bis zum Saisonstart.

Alle Beiträge 2009

Alle Beiträge des Jahres 2009 werden hier als Accordion angeboten. Das heißt, die Überschriften (Headlines) jedes Beitrages werden aufgelistet. Klickst Du auf eine Überschrift, wird der vollständige Beitrag angezeigt. Viel Spaß beim Stöbern.

(31.12.2009) 
Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende. Und wieder einmal können wir Irish Fans nicht zufrieden sein mit dem, was "unser" Team in diesem Jahr erreicht hat.

Nach dem starken Auftritt der Goldhelme beim Hawaii Bowl im vergangenen Jahr waren die Erwartungen natürlich hoch gesteckt. Wir alle hofften, dass die Mannschaft an die gegen Hawaii gezeigten Leistungen anknüpfen kann.

Mittlerweile wissen wir, dass die Offense dies durchaus geschafft hat. Leider jedoch fiel die Leistung der Defense deutlich ab. Mit Schwierigkeiten in der Defensive Line hatte man bereits im Vorfeld gerechnet. Immerhin musste dieser Mannschaftsteil neu aufgebaut werden, und da fehlte den jungen Spielern noch etwas die Erfahrung.

Dass aber das Defensive Backfield, vor der Saison als der stärkste Mannschaftsteil im Defense Bereich ausgemacht, die Erwartungen nicht erfüllen konnte, kam dann doch überraschend. Unter dem Strich bleibt halt, dass die Offense in den meisten Spielen genügend Punkte erzielt hat, um am Ende siegreich zu sein. Aber die Defense ließ einfach zu viele Punkte zu. Und das führte letztendlich zu den sechs Niederlagen, die eigentlich alle vermeidbar schienen.

Charlie Weis, der im Dezember nach fünf Jahren als Head Coach abgelöst wurde, hat im Recruiting hervorragende Arbeit geleistet. Zahlreiche Nachwuchs Footballer mit Starpotenzial kamen nach Notre Dame. Leider verstand Weis und sein Trainerstab es nicht, das vorhandene Pontenzial dieser Spieler abzurufen.

Was bleibt ist - wie in den vergangenen Jahren bereits - die Hoffnung, dass im kommenden Jahr alles besser wird.

Und die Hoffnung trägt auch einen Namen: Brian Kelly ist neuer Head Coach in Notre Dame. Und er ist einer, der sein Handwerk versteht. Das hat er an seinen vormaligen Wirkungsstätten, zuletzt in Cincinnati, unter Beweis gestellt.

Allerdings beginnt Kellys Arbeit unter dem Golden Dome mit einem enormen Handicap: Mit Jimmy Clausen und Golden Tate haben die beiden besten Offensivkräfte ihre College Football Karriere vorzeitig beendet und werden künftig in der NFL spielen. Damit ist Dayne Crist ab sofort der designierte Starting Quarterback der Irish. Blöd ist nur, dass der gerade die Folgen eines Kreuzbandrisses im Knie auskuriert und in den nächsten Monaten nicht zur Verfügung steht.

Wir werden sehen, wie die Irish damit fertig werden und haben den 4. September 2010 ganz dick im Kalender angestrichen. Dann nämlich starten die Irish in die Football Saison 2010 - und wir Irish Fans haben dann hoffentlich wieder häufiger Grund zum Jubeln.

In diesem Sinne wünsche ich allen Besuchern meiner Seite ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2010.

 
(31.12.2009) 

Datum

Spielort

Gegner

Ergebnis

04.09.2010 Notre Dame PURDUE 23 - 12 [ S ]
11.09.2010 Notre Dame MICHIGAN 24 - 28 [ N ]
18.09.2010 East Lansing, MI MICHIGAN STATE 31 - 34 [ N ]
25.09.2010 Notre Dame STANFORD 14 - 37 [ N ]
02.10.2010 Boston BOSTON COLLEGE 31 - 13 [ S ]
09.10.2010 Notre Dame Pittsburgh 23 - 17 [ S ]
16.10.2010 Notre Dame WESTERN MICHIGAN 44 - 20 [ S ]
23.10.2010 Giants Stadium, NJ NAVY 17 - 35 [ N ]
30.10.2010 Notre Dame TULSA 27 - 28 [ N ]
13.11.2010 Notre Dame UTAH 28 - 3 [ S ]
20.11.2010 Yankee Stadium, NY ARMY 27 - 3 [ S ]
27.11.2010 Los Angeles, CA USC 20 - 16 [ S ]
31.12.2010 El Paso, TX MIAMI (FL) 33 - 17 [ S ]
 
(19.12.2009) 
Austin Collinsworth ist der erste Neuzugang, den der neue Irish Head Coach Brian Kelly nach Notre Dame geholt hat. Der junge Safety aus Fort Thomas in Kentucky gab den Irish seine mündliche Zusage, im nächsten Jahr dort sein Studium zu beginnen und natürlich für die Irish Football zu spielen.

An dem Nachwuchs Footballer war auch Kellys früheres College Cincinnati interessiert. Daher liegt der Schluss nahe, dass er schon einige Zeit mit Kelly Kontakt hatte.

Aber Cincinnati war nicht das einzige College, das Interesse hatte an dem Sohn des ehemaligen NFL-Stars und heutigen TV-Kommentators (NBC) Chris Collinsworth. Neben dem Noch National Champion Florida waren dies unter anderem Kentucky, Oregon, Tennessee, Stanford und UCLA.

Nachdem Anfang dieser Woche Defensive Back Toney Hurd seine mündliche Zusage für Notre Dame zurückgezogen hatte, konnte diese Lücke schnell wieder geschlossen werden.

 
(14.12.2009) 
Der Alltag hat Brian Kelly, den neuen Head Coach der Irish wieder. Drei Tage nach seiner Amtseinführung wird er zunächst seinen Trainerstab zusammenstellen. Dazu führt er heute und in den kommenden Tagen Gespräche mit den in Notre Dame verbliebenen Assistant Coaches, sowie mit Mitgliedern seines Trainerstabes in Cincinnati.

Im Laufe dieser Woche, so ist es geplant, soll der neue Trainerstab stehen. Man darf gespannt sein, wieviele Assistant Coaches von Vorgänger Charlie Weis in Notre Dame bleiben werden.

 
(12.12.2009) 
Golden Tate wurde als bester Wide Receiver der Saison 2009 mit dem Biletnikoff Award ausgezeichnet. Damit krönte er seine College Football Karriere in Notre Dame.

Obwohl er noch ein Jahr College Football spielen könnte, ist diese Karriere beendet. Denn Tate erklärte zu Beginn dieser Woche, dass er im nächsten Frühjahr sein Glück in der NFL versuchen will.

93 Passfänge für 1.496 Yards und 15 Touchdowns, das ist die beeindruckende Bilanz seiner letzten Saison für die Irish. Dazu kommen noch 186 Yards aus 25 Läufen und zwei Touchdowns aus Laufspiel.

 
(10.12.2009) 
Brian Kelly ist neuer Head Coach in Notre Dame. Das wird von verschiedenen Quellen in und um South Bend berichtet.

Damit haben die Irish ihren Wunsch Coach gefunden. Kelly weilt heute noch beim Football Bankett der Universität von Cincinnati. Hier wird er seinem bisherigen Team seine Entscheidung mitteilen. Für den morgigen Freitag ist, so wird es berichtet, eine Pressekonferenz in Notre Dame vorgesehen, bei der er offiziell als Nachfolger des glücklosen Charlie Weis vorgestellt wird.

 
(10.12.2009) 
Rob Ianello wird neuer Head Coach in Akron. Das melden die US Medien. Damit sind die Irish im Moment führerlos, denn Ianello hatte bekanntlich nach dem Ausscheiden von Charlie Weis kommissarisch die sportliche Leitung des Teams übernommen.

Für die Irish ist dies ein herber Verlust, weil Ianello als erstklassiger Recruiter bekannt ist. Etliche Neuzugänge der letzten fünf Jahre gehen auf sein Konto. Es wird sicher nicht leicht, ihn - auch als Wide Receiver Coach - gleichwertig zu ersetzen.

 
(09.12.2009) 
Nach einem turbulenten Dienstag, an dem wilde Gerüchte die Runde machten, beruhigte sich das Bild heute spürbar. Und vieles deutet darauf hin, dass Brian Kelly der nächste Head Coach in Notre Dame wird.

So ist mittlerweile bestätigt, dass er bereits Gespräche mit Irish Athletic Director Jack Swarbrick geführt hat. Und ganz offensichtlich ist das Interesse von beiden Seiten vorhanden.

Allerdings erwartet man in den USA eine offizielle Verlautbarung der Universität nicht vor kommendem Freitag. Der Grund ist das Football Bankett in Cincinnati, das am morgigen Donnerstag stattfindet.

 
(08.12.2009) 
Nachdem gestern viel darauf hindeutete, als hätten sich zwei Kandidaten für die neu zu besetzende Head Coach Position in Notre Dame herauskristallisiert, haben heute offenbar die Gerüchteköche wieder das Sagen.

Brian Kelly und Jim Harbaugh waren die beiden Kandidaten, die von der New York Times gemeldet worden waren. Aber es dauerte nicht lange, da war es nur noch einer. Aus Stanford kam nämlich die Meldung, dass Harbaugh auf gar keinen Fall nach Notre Dame wechseln wird.

Soweit so gut.

Dann aber kam die Meldung auf, der Twitter Account von Brian Kelly sei gehackt worden, und die gestrige Meldung über ein vereinbartes Treffen mit Offiziellen von Notre Dame somit eine Ente. Vielmehr wurde gemeldet, Kelly hätte keinen Kontakt zu Irish Athletic Director Jack Swarbrick gehabt, und überhaupt wolle er in Cincinnati bleiben.

Um die Verwirrung zu vervollständigen kam dann wenig später die Meldung auf, der Twitter Account Kellys sei garnicht gehackt worden, die gestrige Meldung somit korrekt.

Ach ja, und dann meldeten sich weitere "Kenner der Szene" zu Wort und brachten mit Randy Edsall (Head Coach von Connecticut) einen neuen Namen ins Spiel. Edsall war immer wieder als möglicher Weis Nachfolger gehandelt worden, und es wurde auch "glaubhaft versichert", dass er der Top Kandidat der Irish sei.

Am Ende des Tages hat es den Anschein, als sei jetzt wieder alles ungewiss. Sicher ist nur, und da sind sich die "Kenner der Szene" einig, dass Notre Dame bis zum Ende der Woche einen neuen Head Coach präsentieren wird. Es sei denn, auch diese Nachricht war nur eine Ente ...

 
(08.12.2009) 
Die Suche nach dem Nachfolger von Charlie Weis als Head Coach in Notre Dame nimmt offenbar langsam konkrete Formen an. Nachdem in den letzten Tagen immer wieder wilde Spekulationen die Runde machten, meldete die New York Times jetzt, dass Irish Athletic Director Jack Swarbrick zwei Kandidaten in die engere Wahl gezogen hat.

Der eine heißt Brian Kelly und ist Head Coach in Cincinnati. Mit seiner Mannschaft legte er eine perfekte reguläre Saison hin. Am vergangenen Samstag gewann sie gegen Pittsburgh im Finale um den Titel in der Big East Conference mit 45-44. Als Lohn für eine Saison ohne Niederlage gab es gestern die Einladung zum Sugar Bowl in New Orleans, in dem Cincinnati am 1. Januar 2010 auf Florida trifft.

Im Vorfeld der Partie am letzten Samstag vermied Kelly das Thema Notre Dame, um die Vorbereitungen nicht zu stören. Heute jedoch informierte er seine Mannschaft via Twitter, dass er am morgigen Dienstag ein Gespräch mit Jack Swarbrick haben wird.

Kandidat Nummer zwei ist Jim Harbaugh. Der ist Head Coach in Stanford. In den vergangenen Jahren ist es ihm gelungen, Stanford auf die Football Landkarte zurückzuführen. Zwei Siege gegen Erzrivalen USC in diesem und im vorigen Jahr und die erste Einladung zu einem Bowl Spiel seit acht Jahren kann sich wahrlich sehen lassen. Stanford trifft am 31. Dezember im Sun Bowl auf Oklahoma.

Harbaugh antwortete auf die Frage nach seinem Interesse am Notre Dame Job ausweichend. Zwischen den Zeilen lesen US Journalisten jedoch, dass er entweder bereits mit Jack Swarbrick zusammengetroffen ist, oder aber dass ein Treffen bevorsteht.

So oder so geht man in den USA davon aus, dass die Irish bis zum Ende der Woche einen neuen Head Coach präsentieren können.

 
(07.12.2009) 
Es kam so, wie es allgemein befürchtet worden war: Sowohl Quarterback Jimmy Clausen als auch Wide Receiver Golden Tate werden ihre College Football Karriere in Notre Dame vorzeitig beenden und in der NFL Draft im April nächsten Jahres einen Arbeitsplatz in der NFL suchen.

Das gaben die beiden wohl besten Spieler der Irish heute Abend im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.

Bei Clausen war dieser Schritt eigentlich erwartet worden. Er hatte stets erklärt, nur wegen Head Coach Charlie Weis nach Notre Dame gekommen zu sein. Und nach dessen Entlassung fiel dieser Grund weg. Fraglich ist allerdings, ob der junge Spielmacher auch unter Weis in Notre Dame geblieben wäre.

Dagegen sprach zum Beispiel, dass Clausens Eltern, die vor drei Jahren mit nach South Bend gekommen waren, um die Karriere ihres jüngsten Sohnes hautnah miterleben zu können, ihre Wohnung in der Nähe der Universität verkauft haben.

Nur bei Tate bestand bis zuletzt die Hoffnung, dass er sein viertes College Jahr in Notre Dame wahrnehmen würde. Bei ihm spricht jedoch viel dafür, dass sein vorzeitiger Abgang direkt mit dem Wechsel auf der Head Coach Position zusammenhängt. Unter Charlie Weis konnte er sein Potenzial voll ausspielen. Die Frage ist halt, ob das unter dessen Nachfolger ebenso der Fall wäre - noch dazu mit einem neuen Spielmacher ...

Der neue Head Coach der Irish muss also, das steht seit heute definitiv fest, ohne die beiden Leistungsträger in der Offense planen.

 
(05.12.2009) 
Nun ist es amtlich: Die Irish werden in dieser Saison nicht an einem Bowl Spiel teilnehmen. Das teilte Athletic Director Jack Swarbrick gestern Abend (US-Zeit) nach einem Gespräch mit der Coaching Staff und Vertretern der Mannschaft mit. Für die Irish geht somit eine enttäuschende Saison 2009 vorzeitig zu Ende.

Swarbrick betonte, dass diese Entscheidung nichts mit der grundsätzlichen Einstellung Notre Dames zu Bowl Spielen zu tun hätte. Aber die aktuelle Situation des Teams, das enttäuschende Abschneiden mit zuletzt vier Niederlagen in Folge und der darauffolgenden Entlassung von Charlie Weis, hätte letztlich zu diesem freiwilligen Verzicht geführt.

Das nächste Spiel für die Irish ist somit die Partie gegen Purdue am 4. September 2010 zum Auftakt der College Football Saison 2010.

 
(04.12.2009) 
In den USA brodelt die Gerüchteküche um die Frage, wer wird neuer Head Coach in Notre Dame. Da tauchen immer wieder neue Namen auf, und einige wollen gar bereits wissen, wer der Nachfolger des glücklosen Charlie Weis werden soll.

So tauchte heute in einem Notre Dame Blog die Nachricht auf, ein der Universität Nahestehender hätte dem Verfasser der News verraten, dass die Wahl auf Brian Kelly (Head Coach in Cincinnati) gefallen sei. Die Folge war, dass die Web Seite kurze Zeit später nicht mehr erreichbar war, weil zuviele Besucher den Server lahmgelegt hatten.

Ob an diesem Gerücht etwas dran ist, werden wir wohl in spätestens einer Woche erfahren. So soll Irish Quarterbacks Coach Ron Powlus beim Besuch eines Nachwuchs Footballers, den er gern für Notre Dame gewinnen möchte, verlautbart haben, dass die Trainersuche in sieben bis zehn Tagen abgeschlossen sei.

Eine andere Quelle nannte Oklahoma Head Coach Bob Stoops als Nachfolger von Weis. Dem steht jedoch die Aussage von Stoops gegenüber, dass er kein Interesse am Notre Dame Job habe.

Bowl Spiel mit Notre Dame?

Fakt ist, dass die Irish sportlich für die Teilnahme an einem Bowl Spiel qualifiziert sind. Allerdings mehren sich inzwischen die Gerüchte, dass ein Großteil der Mannschaft lieber auf eine Teilnahme verzichten möchte.

Athletic Director Jack Swarbrick erklärte, dass er sich diesbezüglich mit der Mannschaft kurzschließen, jedoch das kommende Wochenende noch abwarten will. Am Sonntag werden nämlich die Spielpaarungen der diesjähren Bowl Spiele bekanntgegeben. Gut möglich, dass die Irish eine Einladung dann ablehnen ...

 
(02.12.2009) 
Eine gute und eine schlechte Nachricht gibt es an der Recruiting Front nach der Entlassung von Charlie Weis:

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Entlassung hat Defensive End Chris Martin seine mündliche Zusage für Notre Dame zurückgenommen. Damit sank die Zahl der Neuzugänge auf 17.

Die gute Nachricht aber ist, dass mit Louis Nix einer der besten Defensive Line Spieler seines Highschool Jahrganges bekanntgegeben hat, dass er im nächsten Jahr nach Notre Dame kommen will. Dabei hatte er sich doch eigentlich schon für Miami (Florida) entschieden.

Für die Irish, die händeringend nach Verstärkungen für die Defensive Line suchen, kam diese Neuigkeit natürlich höchst willkommen. Immerhin ist es ungewöhnlich, dass Spieler bei Colleges anheuern, bei denen die Trainersituation ungeklärt ist.

Nix kommt aus dem Sonnenstaat Florida, lebt dort in Jacksonville. Kein Wunder, dass vor allem Südstaaten Colleges an ihm interessiert waren. Und die Liste ist lang. Hier ein Auszug: Florida, Florida State, Miami (Florida), Mississippi, North Carolina, South Carolina, Clemson und Boston College (neben anderen).

Louis Nix ist nach Justin Utupo der zweite Defensive Tackle der aktuellen Recruiting Klasse.

 
(30.11.2009) 
Charlie Weis ist nicht mehr Head Coach der Fighting Irish. Das verkündete Notre Dame Athletic Director John Swarbrick heute der anwesenden Presse. Damit hat sich bewahrheitet, was viele Kenner der Szene haben kommen sehen.

Ab sofort übernimmt Rob Ianello kommissarisch die sportliche Leitung des Teams. Aber natürlich hat die Suche nach einem Nachfolger für den glücklosen Weis längst begonnen.

Zwei Namen können jedoch gleich wieder von der Liste möglicher Kandidaten gestrichen werden. Sowohl Bob Stoops (Head Coach in Oklahoma) als auch Urban Meyer (Head Coach in Florida) erklärten, dass sie an dem Notre Dame Job nicht interessiert sind.

Aber es bleiben noch genügend interessante Namen, über die in den USA kräftig spekuliert wird. Bleibt abzuwarten, wer es am Ende sein wird. Wir werden es erleben ...

 
(29.11.2009) 
Im vermutlich letzten Spiel der Charlie Weis Ära verloren die Irish gegen Stanford mit 38-45. Dabei präsentierten sich die Goldhelme wie während der gesamten Saison 2009: Die Offense produziert genügend Punkte, um das Spiel zu gewinnen. Aber die Defense lässt halt mehr Punkte zu. Am Ende bedeutete dies die sechste Saisonniederlage für Notre Dame.

Nach der Heimniederlage gegen Connecticut in der Vorwoche befürchteten nicht wenige, dass die Irish das letzte Spiel nicht mehr sonderlich ernst nehmen und Stanford einen leichten Sieg ermöglichen würden. Und der Beginn der Partie ließ auch genau das befürchten. Zwar konnte die Defense die erste Angriffsserie der Gastgeber schnell beenden, aber bereits der erste Spielzug der Irish führte zu einem Turnover, als Runningback Theo Riddick bei seinem ersten Lauf den Ball verlor.

Diese Chance ließen sich die Gastgeber nicht entgehen. Von der 13 Yard Linie der Irish führten vier Läufe von Cardinal Star Runningback zum ersten Touchdown der Partie.

Und auch die zweite Angriffsserie der Goldhelme endete vorzeitig, diesmal jedoch immerhin mit einem Punt. Aber jetzt war das Special Team der Irish hellwach und provozierte einen Fumble (Sergio Brown). Die Irish hatten den Ball zurück, und das tief in der gegnerischen Hälfte. Vier Spielzüge später fand Jimmy Clausen seinen Star Receiver Golden Tate mit einem 5 Yard Pass in der Endzone.

Jetzt waren die Irish richtig im Spiel, das sie über weite Strecken der ersten Halbzeit dominierten. Anteil daran hatte auch die Defense, die das Laufspiel des Cardinal in dieser Phase gut kontrollierte. In der Offense lieferte Jimmy Clausen einmal mehr eine fehlerfreie Partie. Am Ende komplettierte er 23 seiner 30 Pässe für 340 Yards und fünf Touchdowns.

Im weiteren Spielverlauf des ersten Viertels gingen die Gastgeber durch ein Fieldgoal erneut in Führung. Aber die Goldhelme konterten mit einem Touchdown (Clausen mit 18 Yard Pass auf Michael Floyd). Damit war Notre Dame zum ersten Mal in Führung gegangen.

Und diese Führung bestand auch noch zur Halbzeit. Jede Mannschaft erzielte im zweiten Viertel 10 Punkte (für die Irish David Ruffer mit einem 42 Yard Fieldgoal und Golden Tate mit einem 78 Yard Pass von Clausen). Somit lautete der Spielstand zur Pause: Stanford 20, Notre Dame 24.

Und es sollte noch besser kommen. Die Irish waren im dritten Viertel als erstes Team in Ballbesitz. Beim vierten Sielzug - aus der Wildcat Formation - hatte Jimmy Clausen links außen als Wide Receiver Aufstellung genommen. Der Ball gelangte bei einem Reverse in die Hände von Golden Tate, der das Spielgerät zurücklegte auf Jimmy Clausen. In der Zwischenzeit hatte sich Michael Floyd auf direktem Weg in die gegnerische Endzone aufgemacht. Clausen bediente ihn mustergültig mit einem langen Pass. Und 46 Yards später hatte der junge Wide Receiver der Irish die Endzone erreicht. Die Irish führten mit 11 Punkten (31-20).

Leider konnte aber die Defense nicht an die guten Leistungen der ersten Halbzeit anknüpfen. Wie so häufig in diesem Jahr nahm sie im dritten Viertel eine Auszeit. Nichts klappte mehr. So hatte der Quarterback des Cardinal immer wieder ausreichend Zeit, nach Anspielstationen für seine Pässe zu suchen. Die Verteidigung gegen das Laufspiel fand phasenweise nicht mehr statt. Und auch die Defensive Backs sahen bei einigen Pässen nicht gerade glücklich aus.

So konnte Stanford schnell zurückschlagen. Und Mitte des Schlussviertels hatten die Gastgeber die Partie ausgeglichen.

59 Sekunden vor Schluss beendete Stanford dann seine letzte Angriffsserie mit einem Touchdown und ging nach langer Zeit erstmals wieder in Führung.

Die Irish hatten also nicht viel Zeit, um das Spiel noch zu wenden. Eine Auszeit hatten sie noch übrig, und 80 Yards mussten überbrückt werden, um das Spiel noch einmal auszugleichen.

Aber die Auszeit musste gleich beim ersten Spielzug genommen werden, als Jimmy Clausen gesackt wurde. 9 Yards Raumverlust waren die Folge, und nur noch 49 Sekunden blieben übrig.

Aber Clausen führte seine Mannschaft in Windeseile übers Spielfeld. So standen sie nach drei vollständigen Pässen und weniger als 20 Sekunden bereits an der gegnerischen 24 Yard Linie. Aber dort wurde Clausen erneut gesackt. Am Ende blieb noch Zeit für einen letzten Pass in die Endzone. Aber der war unvollständig.

Die Irish hatten ihr viertes Spiel in Folge verloren.

Trotz dieses miserablen Saisonausklangs haben die Irish sechs Siege auf ihrem Konto und sich damit - rein sportlich - für ein Bowl Spiel qualifiziert. Ob sie aber zu einem Bowl Spiel eingeladen werden, und eine eventuelle Einladung überhaupt annehmen, ist im Moment noch völlig offen.

Offen ist auch noch die Situation für Charlie Weis, dessen Vertrag noch sechs Jahre läuft. Aber im Moment spricht vieles dafür, dass er als Head Coach der Irish abgelöst wird. Ein Indiz dafür ist, dass er im Anschluss an das Stanford Spiel nicht, wie ursprünglich geplant, in Kalifornien blieb, um einige potentielle Neuzugänge zu besuchen.

 
(26.11.2009) 
War es das letzte Heimspiel der Irish unter Head Coach Charlie Weis? Nach der unerwarteten 30-33 Niederlage gegen Connecticut im letzten Heimspiel der Saison 2009 deuten viele Anzeichen darauf hin.

Auf jeden Fall war es das letzte Heimspiel im Trikot der Irish für 33 Seniors (Footballer in ihrem letzten Jahr), wenngleich einige für ein fünftes Jahr spielberechtigt wären.

Vorgenommen hatten sich die Irish eine Menge. Jedenfalls begannen sie die Partie hochmotiviert und ließen den Gästen aus Connecticut im ersten Viertel kaum eine Chance.

Zunächst konnte die Defense ein First Down der Gäste verhindern. Und so kam bereits nach wenigen Minuten erstmals die Offense der Goldhelme aufs Feld. An der eigenen 31 Yard Linie gestartet marschierten die Irish über das gesamte Feld und machten erst Halt in der gegnerischen Endzone. Dabei war es einmal mehr Golden Tate, der vom Gegner kaum zu stoppen war. Da war es eigentlich nur logisch, dass er den Touchdown (8 Yard Pass von Jimmy Clausen) erzielte.

Mitte des ersten Viertels waren die Irish also erwartungsgemäß in Führung gegangen.

In der Folgezeit bestimmten auf beiden Seiten die Abwehrreihen das Spielgeschehen. So blieb es bis zum Ende des ersten Viertels bei der 7-0 Führung für Notre Dame.

Aber unmittelbar nach dem ersten Seitenwechsel konnten die Irish nachlegen. Der zweite Touchdown ging auf das Konto von Jimmy Clausen, der den Ball bei einem dritten Versuch und Goal von der 1 Yard Linie höchstpersönlich in die Endzone beförderte.

Bis dahin sah es noch nach einem klaren Sieg der Irish aus. Aber in der Folgezeit wurden die Gäste kontinuierlich stärker, während sich bei den Irish wieder die in dieser Saison hinlänglich bekannten Probleme der Defense gegen das Laufspiel einstellten.

Immerhin konnten die Irish noch mit einer 14-10 Führung in die Halbzeitpause gehen.

Die zweite Halbzeit begann mit Ballbesitz für die Irish. Und wie zu Beginn der Partie legten sie los wie die berühmte Feuerwehr. Allerdings reichte es letztlich nur zu einem Fieldgoal (David Ruffer aus 20 Yards).

Und dann benötigten die Gäste nur wenige Sekunden, um die Partie auszugleichen. Mit einem 96 Yard Kickoff Return Touchdown machten sie die Partie wieder völlig offen. Und das blieb sie auch bis zum Schluss der regulären Spielzeit. Beiden Mannschaften gelang noch ein Fieldgoal. Und unmittelbar vor Schluss hatten die Irish Riesendusel, als die Gäste mit einem Fieldgoal Versuch aus 37 Yards scheiterten.

So folgte die Verlängerung, in der zunächst Connecticut in Ballbesitz war. Sie schlossen ihre Angriffsserie mit einem Touchdown ab. Damit lastete der Druck jetzt auf den Irish, die ebenfalls einen Touchdown benötigten, um das Spiel nicht zu verlieren. Und einmal mehr konnte Jimmy Clausen seine Mannschaft in einer kritischen Phase in die Endzone führen. Letztlich war es ein 4 Yard Touchdown Pass auf Michael Floyd, der das Spiel in eine zweite Verlängerung führte.

Jetzt waren zunächst die Irish in Ballbesitz. Aber anders, als in der ersten Verlängerung, gelang ihnen diesmal kein Touchdown. Lediglich ein Fieldgoal sprang heraus. Damit war klar, dass Connecticut das Spiel mit einem Touchdown gewinnen würde.

Und sie schafften den Touchdown ...

Abschiedsstimmung in Notre Dame

33 Seniors haben die Irish im Team. Und für die Meisten von ihnen war es das letzte Spiel im heimischen Notre Dame Stadium. Aber es sieht so aus, als ob sich die Irish Fans noch von dem einen oder anderen Spieler trennen müssen, die eigentlich noch für ein Jahr spielberechtigt wären. Sollte die Universität sich nämlich von Head Coach Charlie Weis trennen, glauben viele Insider, dass Quarterback Jimmy Clausen vorzeitig den Weg in die NFL suchen wird. Ein Indiz dafür könnte sein, dass seine Eltern ihre Wohnung in South Bend dieser Tage verkauft haben.

Und wenn Clausen geht, dann - so glauben nicht wenige - könnte auch Golden Tate seine Karriere unter dem Golden Dome ein Jahr früher beenden. Immerhin taucht sein Name jetzt in der Rekordliste der Universität auf. Mit 83 Passfängen in dieser Saison für einen Raumgewinn von 1.295 Yards hält er nun die Bestmarken in Notre Dame. Da gibt es halt nicht mehr viel, was er sich und anderen noch beweisen muss ...

 
(26.11.2009) 
Am kommenden Sonntag heißt es für die Irish Fans wieder früh aufstehen. Ab 7:30 Uhr sendet der US Sportsender ESPN America die Partie der Goldhelme gegen Stanford in voller Länge.

Damit haben wir möglicherweise in diesem Jahr zum letzten Mal die Gelegenheit, die Irish in Aktion zu sehen. Denn, ob sie mit einer Bilanz von sechs Siegen und sechs Niederlagen die Einladung zu einem Bowl Spiel erhalten, ist zumindest nich sicher.

 
(15.11.2009) 
Einmal mehr wurden die Irish von Big East "Schiedsrichtern" um einen möglichen Sieg betrogen. Am Ende verloren sie gegen die Pittsburgh Panthers und die Parteiischen mit 22-27.

Etliche Regelverstöße der Panthers blieben unbestraft, während das "Pittsburgh Service Team" bei den Irish immer ganz genau hinschaute. Am Ende gab es genau eine gelbe Flagge gegen Pittsburgh, und die konnten selbst die Herren in den schwarz weiß gestreiften Jacken nicht verhindern.

Den Höhepunkt ihrer Schiebung hatten sich die Parteiischen dann bis kurz vor Schluss aufgehoben. Bei einem Passspielzug suchte Irish Quarterback Jimmy Clausen nach einem Passempfänger. Ein gegnerischer Defensive Lineman attackierte ihn und griff ihm in dem Moment in den Wurfarm, als Clausen seinen Pass werfen wollte. Der Ball landete am Boden und wurde vom Gegner gesichert. Die Parteiischen entschieden zunächst korrekt auf "Incomplete Pass". Die Irish, die vor einem vierten Versuch und 16 standen, nahmen ihre zweite Auszeit. Und als die vorbei war (warum nicht schon früher - die Irish hätten sich dann nämlich eine Auszeit sparen können), entschieden sich die Parteiischen, den Spielzug unter die Lupe zu nehmen. Selbst die Kommentatoren des US Fernsehens waren sicher, dass die auf dem Spielfeld getroffene Entscheidung korrekt war. Umso größer dann das Erstaunen, als der Ober-Parteiische plötzlich einen Fumble aus dem Hut zauberte. Damit hatte er seiner Mannschaft den Sieg gerettet. Immerhin waren die Irish gerade dabei, einen 18 Punkte Rückstand aufzuholen. Und mit einem Touchdown hätten sie das Spiel noch gewonnen ...

Den Panthers konnte man da natürlich nichts vorwerfen. Die lieferten über weite Strecken ein sehr gutes Spiel und sahen Mitte des dritten Viertels bereits wie der sichere Sieger aus. Da führten sie mit 20-3.

Aber von Anfang an

Die Panthers hatten den Coin Toss gewonnen und sich für Ballbesitz entschieden. Und den nutzten sie zu den ersten Punkten der Partie. Allerdings konnte eine in dieser Phase aufmerksame Irish Defense einen Touchdown verhindern. Ein Fieldgoal brachte die Hausherren mit 3-0 in Führung.

Die Offense der Irish war dagegen im ersten Viertel überhaupt nicht präsent. Gegen die enorm starke Defensive Line der Panthers fanden sie in der ersten Halbzeit einfach kein Mittel. Dabei spielte Quarterback Jimmy Clausen durchaus nicht schlecht. Aber etliche seiner gut geworfenen Pässe wurden von den Receivern fallengelassen.

Immerhin erzielten auch die Gastgeber im ersten Viertel keine Punkte mehr, und so blieb es zunächst beim 0-3.

Erst Mitte des zweiten Viertels näherten sich die Irish erstmals der gegnerischen Endzone. Allerdings reichte es auch für sie zunächst nur für ein Fieldgoal. David Ruffer traf sicher aus 42 Yards Entfernung.

Die Panthers konnten jedoch postwendend antworten. Gegen eine in dieser Phase nicht gerade sattelfeste Defense gelang ihnen eine schöne Angriffsserie, die sie mit ihrem ersten Touchdown abschlossen. Das waren gleichzeitig die letzten Punkte in der ersten Halbzeit. Der Spielstand zur Pause: Pittsburgh 10, Notre Dame 3.

Das dritte Viertel war im bisherigen Saisonverlauf stets von einer Schwächephase der Irish Defense geprägt. Irgendwie hatte man den Eindruck, die Spieler wären in Gedanken noch in der Kabine. In Pittsburgh war das nicht anders. Immer wieder gelangen den Hausherren Big Plays. Und Punkte ergaben sich da beinahe zwangsläufig.

Doch am Ende sprang für die Hausherren lediglich ein Touchdown und ein Fieldgoal heraus. Dennoch wirkten die Irish Mitte des dritten Viertels wie die sicheren Verlierer. Immerhin lagen sie mit 17 Punkten zurück, und allzuviel Zeit blieb ihnen nicht mehr, das Spiel noch zu drehen.

Aber dann ging so etwas wie ein Ruck durch die Goldhelme. Gegen Ende des dritten Viertels starteten sie zum ersten Mal in der Partie eine wirklich erfolgversprechende Angriffsserie. Zwar schafften sie bis zum letzten Seitenwechsel keine Punkte, aber sie standen an der gegnerischen 1 Yard Linie. Ein dritter Versuch stand an. Und in dem stürmte Jimmy Clausen mit dem Ball in die Endzone. Die Irish hatten ihren ersten Touchdown geschafft.

Leider war der Extrapunktversuch nicht erfolgreich. So lautete der neue Spielstand 20-9 für Pittsburgh.

Die Panthers antworteten schnell mit ihrem dritten Touchdown der Partie. Dabei sah die Defense der Goldhelme einige Male nicht gut aus. Pittsburgh führte mit 27-9 und sah wie der sichere Sieger aus.

Aber die Irish hatten jetzt ihren Spielrhythmus gefunden. Erneut führte Jimmy Clausen seine Mannschaft über das Spielfeld. Und mit seinem 21. Touchdownpass der Saison (über 18 Yards auf Golden Tate) brachte er die Irish wieder bis auf elf Punkte heran.

Allerdings waren jetzt die Panthers wieder in Ballbesitz. Und wollten die Irish die Partie noch drehen, mussten sie Punkte des Gegners verhindern und den Ball möglichst schnell zurückholen. Beides gelang, weil auch die Defense jetzt wesentlich konzentrierter wirkte. Die Panthers mussten punten. Golden Tate, der im bisherigen Saisonverlauf zumeist ein Fair Catch anzeigte, nahm diesmal den Ball auf und machte sich auf in Richtung gegnerische Endzone. Und 87 Yards später hatte er die auch erreicht. Nach diesem Punt Return Touchdown waren die Goldhelme bis auf fünf Punkte herangekommen. Und zu spielen waren noch mehr als sieben Minuten.

Leider hat es dann am Ende nicht gereicht für die Irish, die damit ihre vierte Saisonniederlage hinnehmen mussten.

 
(12.11.2009) 
Auf dem Papier warden die Navy Midshipmen Außenseiter im Spiel gegen Notre Dame. Aber auf dem Spielfeld dominierten sie über 50 Minuten lang die Partie. Am Ende mussten die Irish eine 21-23 Niederlage hinnehmen, die insgesamt dritte in der laufenden Saison.

Dabei standen die Zeichen doch gut für die Irish. Nach siebenwöchiger Verletzungspause war Wide Receiver Michael Floyd wieder mit dabei.

Verzichten mussten die Goldhelme dagegen auf ihren besten Offensive Line Spieler Trevor Robinson, sowie auf Starting Runningback Armando Allen.

Aber die Offense war nicht das Problem in der Partie. Über weite Strecken schien die junge und unerfahrene Defense der Irish überfordert mit der Triple Option der Gäste. Erst in der Schlussphase fanden sie ein Mittel gegen laufstarken Midshipmen. Aber da war es leider zu spät. Am Ende war ein Safety der Gäste - Quarterback Jimmy Clausen war in der eigenen Endzone gesackt worden - der Unterschied.

Fehlstart der Irish

Fehlerlos agierte jedoch auch die Offense der Irish beileibe nicht. Ganze zwei Fumbles mussten sie in der bisherigen Saison zulassen. Gegen Navy dauerte es nur bis zum zweiten Spielzug, da verloren sie den Ball nach einem Fumble von Robbie Parris.

Die Gäste starteten also tief in der Hälfte der Irish mit ihrer ersten Angriffsserie, und sie ließen sich diese Chance nicht entgehen. Mit ihrem ersten Touchdown der Partie gingen sie Mitte des ersten Viertels in Führung.

Die Irish antworteten mit einer vielversprechenden Angriffsserie. Aber an der 24 Yard Linie der Gäste wurden sie gestoppt und mussten sich mit einem Fieldgoalversuch begnügen. Kicker Nick Tausch verwandelte zuletzt 14 Fieldgoals in Folge, was einen neuen Schulrekord bedeutete. Gegen Navy hatte er leider keinen guten Tag erwischt. Er vergab sowohl diesen Kick aus 41 Yards Entfernung, wie auch später (im zweiten Viertel) einen Versuch aus 30 Yards.

Zum Ende des ersten Viertels führten die Gäste also nach wie vor mit 7-0. Aber sie waren in Ballbesitz und konnten kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs zum zweiten Mal die Endzone der Irish erreichen. Das waren gleichzeitig die letzten Punkte der ersten Halbzeit, da die Irish Offense in dieser Phase des Spiels wenig zählbares zustande brachte.

Der Spielstand zur Halbzeit lautete also: Navy 14, Notre Dame 0.

Notre Dame in Halbzeit zwei verbessert

Offenbar hatte es in der Kabine der Irish ein mittleres Donnerwetter gegeben. Denn die Goldhelme wirkten im zweiten Durchgang deutlich konzentrierter. Zunächst konnten sie verhindern, dass die Midshipmen mit ihrem ersten Ballbesitz des dritten Viertels Zählbares zustande brachten. Und dann wirkte auch die Offense deutlich entschlossener. Wide Receiver Golden Tate, der in der ersten Halbzeit nur einen Pass gefangen hatte, lief zu gewohnt guter Form auf, und auch das Laufspiel der Irish funktionierte jetzt besser, wobei vor allem Neuling Theo Riddick einige schöne Läufe zustande brachte.

Aber auch Michael Floyd hatte großen Anteil an dem Aufschwung im Spiel der Irish. Er lieferte das Big Play in der ersten Angriffsserie der Goldhelme in Halbzeit zwei, als er einen 22 Yard Pass von Jimmy Clausen - trotz guter Deckung - fangen und bis an die 1 Yard Linie tragen konnte. Von hier aus schaffte Runningback Robert Hughes letztlich den ersten Touchdown für die Irish (1 Yard Lauf).

Die Partie war also wieder offen, die Irish nur noch einen Touchdown zurück. Aber das währte leider nicht lange. Die Gäste brauchten nämlich diesmal nur etwas über anderthalb Minuten, um den alten Abstand wieder herzustellen. Was war geschehen? Sie standen mit einem zweiten Versuch und 12 Yards an der eigenen 48 Yard Linie, als ihr Quarterback einen von lediglich drei Pässen warf. Der aber war toll geworfen und fand eine Anspielstation tief in der Hälfte der Irish. Dazu kam, dass im Defensive Backfield der Goldhelme in dieser Situation einiges nicht passte. Das Ergebnis war ein 52 Yard Touchdown Pass für Navy.

Schrecksekunde für die Irish

Die Irish wirkten jedoch wenig beeindruckt und marschierten ihrerseits in Richtung gegnerischer Endzone. Und kurz vor dem Ende des dritten Viertels standen sie an der 23 Yard Linie. In dieser Situation nahm Jimmy Clausen, nachdem er keine freie Anspielstation für einen Pass gefunden hatte, den Ball unter den Arm und lief in Richtung Endzone. Ein First Down hatte er locker erreicht. Aber jetzt wollte er mehr, leider zuviel. Denn auf Höhe der gegnerischen 1 Yard Linie verlor er den Ball und blieb nach einem harten Tackle verletzt liegen.

Die Chance auf den Anschluss Touchdown war vertan. Und einige Minuten lang sah es so aus, als ob Clausen sich ernsthafter verletzt hätte. Ersatzmann Evan Sharpley machte sich schon bereit für einen Einsatz. Aber Clausen konnte schließlich aufstehen und ohne fremde Hilfe, wenn auch etwas benommen, das Spielfeld verlassen.

Dennoch war in dieser Situation nicht klar, ob er noch einmal ins Spiel zurückkehren könnte.

Aber das war zunächst einmal sekundär, weil die Gäste in Ballbesitz waren. An ihrer eigenen 1 Yard Linie starteten sie und wollten das Spiel jetzt endgültig entscheiden.

Aber die junge Defense der Irish hatte sich inzwischen besser auf die Option Attacke von Navy eingestellt. Insbesondere Manti Te'o gelangen jetzt einige sehenswerte Aktionen. So endete die Angriffsserie in der Nähe der Mittellinie. Die Irish kamen erneut in Ballbesitz, und - welche Erleichterung auf den Rängen - Jimmy Clausen konnte das Spiel fortsetzen. Und er führte seine Mannschaft erneut bis tief in die gegnerische Hälfte. Leider beendete er die Angriffsserie aber erneut unerwartet: Bis an die 12 Yard Linie der Gäste waren die Goldhelme gekommen. Da warf Clausen einen Pass auf Michael Floyd. Nur hatte dieser überhaupt nicht mit dem Pass gerechnet. Er war damit beschäftigt, einen Gegenspieler zu blocken. Offenbar hatte er im Huddle nicht richtig aufgepasst und mit einem Laufspielzug gerechnet. Der von Clausen geworfene Ball traf ihn daher am Rücken und prallte nach oben - genau in die Arme eines reaktionsschnellen Abwehrspielers der Gäste.

Erneut hatten die Irish also eine große Chance auf Punkte ausgelassen, und zu spielen waren nur noch etwas mehr als zehn Minuten.

Aber die Defense hielt die Mannschaft im Spiel. Erneut zwang sie den Gegner zum Punt. So waren die Irish nur zwei Minuten später bereits wieder in Ballbesitz. Allerdings standen sie nach einem guten Punt der Midshipmen an der eigenen 10 Yard Linie. Das machte aber offensichtlich überhaupt nichts. Jimmy Clausen feuerte jetzt aus allen Rohren. Ein Pass nach dem anderen fand eine Anspielstation, und so brauchten die Irish nicht einmal zwei Minuten, um erneut den Anschluss Touchdown zu erzielen. Am Ende war es Michael Floyd, der einen 12 Yard Pass in der Endzone fing.

Knapp fünf Miniten waren da noch zu spielen. Das war noch reichlich Zeit. Die Irish schöpften wieder Hoffnung.

Aber zunächst einmal war wieder die Defense gefordert. Die Gäste mussten möglichst schnell zum Punt gezwungen werden. Dieses Unternehmen gelang. Und so kamen die Irish exakt 108 Sekunden vor Schluss wieder in Ballbesitz.

Allerdings bewegten sie sich jetzt in die falsche Richtung. Zunächst wurde Jimmy Clausen auf Höhe der eigenen 3 Yard Linie gesackt. Und beim dritten Versuch und 20 wurde er erneut zu Fall gebracht, nur diesmal in der eigenen Endzone. Nach diesem Safety für Navy schien die Partie endgültig entschieden, denn die Goldhelme mussten jetzt noch zweimal punkten, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.

Nach einem Safety folgt ein Free Kick von der 20 Yard Linie. Üblicherweise wird der vom Punter ausgeführt. Die Irish jedoch entschieden sich für einen Onside Kick. Und das Pokerspiel ging auf. Golden Tate sprang genau im richtigen Moment am Höchsten und pflückte den Ball aus der Luft. Die Irish hatten also doch noch eine Minimalchance. Und es sah so aus, als könnten sie die nutzen. Lediglich drei Spielzüge brauchten sie (19 Yard Pass auf Golden Tate, 16 Yards Pass auf Theo Riddick und 31 Yard Pass erneut auf Golden Tate), um die Endzone zu erreichen. Und das Beste daran: Das Ganze hatte gerade mal 36 Sekunden gedauert.

Aber die Irish lagen immer noch zwei Punkte zurück. Also musste erneut ein Onside Kick her. Diesmal hatten jedoch die Gäste das bessere Ende für sich und eroberten den Ball. Damit war das Spiel natürlich entschieden.

BCS Hoffnungen zerplatzt

Ganz optimistische Irish Fans hatten ja auf eine Saison mit mindestens zehn Siegen gehofft. Damit wäre die Einladung zu einem BCS Bowl Spiel möglich gewesen. Aber die sind jetzt auf dem Boden der Tatsachen angelangt.

Kyle Rudolph verletzt ausgeschieden

Für Irish Head Coach Charlie Weis war jedoch nicht nur die knappe Niederlage gegen Navy ärgerlich. Erneut hatte sein Mannschaft das Verletzungspech erwischt. Und wie es in diesem Jahr offenabr sein soll, es erwischt immer nur die Leistungsträger. Diesmal war Tight End Kyle Rudolph der Betroffene. Nach einem Passfang wurde er von mehreren gegnerischen Abwehrspielern zu Fall gebracht und fiel unglücklich auf die linke Schulter. Für ihn war die Partie damit beendet. Charlie Weis erklärte zu Beginn dieser Woche, dass Rudolph für den Rest der regulären Saison wohl ausfallen wird. Wenn es optimal läuft, erklärte er, dann kann sein Tight End im letzten Spiel gegen Stanford wieder mit dabei sein.

Verletzungen ...

Eine gute Nachricht gab es jedoch in dieser Woche auch. Sowohl Offensive Guard Trevor Robinson als auch Runningback Armando Allen haben ihre Verletzungen auskuriert und können gegen Pittsburgh auflaufen.

Jimmy Clausen erneut stark

In den USA wird Jimmy Clausen seit einigen Wochen als einer der Anwärter für den Gewinn der Heisman Trophy gehandelt. Und seine Statistik gegen Navy konnte sich erneut sehen lassen: 37 von 51 geworfenen Pässen im Ziel für 452 Yards Raumgewinn, zwei Touchdownpässe und eine Interception. In der laufenden Saison hat er jetzt 20 Touchdownpässe geworfen, bei nur drei Interceptions.
 
(10.11.2009) 
Am kommenden Samstag gastieren die Irish bei den Pittsburgh Panthers. Gegen den zwölften der aktuellen Rangliste steht den Goldhelmen ganz sicher kein Spaziergang bevor. Und das - hoffentlich - spannende Spiel können wir in Deutschland am kommenden Sonntag ab 7 Uhr in voller Länge (aslive) auf ESPN America am Bildschirm verfolgen.

Das ist natürlich ein absolutes Muss für jeden Irish Fan in Deutschland, auch wenn es mit sehr frühem Aufstehen verbunden ist ...

Der Tipp stammt übrigens von Markus, der sich mit der guten Nachricht im Gästebuch verewigt hat. Vielen Dank dafür.

 
(04.11.2009) 
Die Reise nach Texas in der vergangenen Woche hat sich für die Irish noch aus einem anderen Grunde gelohnt. Zahlreiche Highschoolabgänger aus Texas waren als Zuschauer auf der Tribüne. Und einer von ihnen gab den Irish bereits seine mündliche Zusage, dass er im nächsten Jahr nach Notre Dame kommen wird: Toney Hurd jr. heißt er, kommt aus Missouri City in Texas und ist Defensive Back.

Die Liste der Colleges, die ihn gern in ihren Reihen gehabt hätten ist lang. So bemüten sich unter anderen Arizona, Auburn, California, LSU, Nebraska, Oklahoma, Oklahoma State, Oregon und Tennessee um den talentierten Rückraumverteidiger.

Hurd ist bereits der 18. Neuzugang für das kommende Jahr. Die Irish können, so haben es Kenner der Szene ausgerechnet, bis zu 25 Neuzugänge aufnehmen. Da ist also noch einiges zu erwarten ...

 
(31.10.2009) 
Der Alamo Dome in San Antonio, Texas, war am vergangenen Samstag Schauplatz eines Quasi-Heimspiels der Irish. Gegen die Wahington State Cougars wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen verdient mit 40-14. Insbesondere in der ersten Halbzeit hatten die Cougars dem starken Auftritt der Irish kaum etwas entgegenzusetzen. Vier Touchdowns erzielten die Goldhelme in dieser Zeit, womit die Partie nach den beiden ersten Vierteln bereits vorentschieden war: Die Irish führten mit 30-7.

Mit der zweiten Halbzeit konnte Head Coach Charlie Weis jedoch nicht zufrieden sein. Auch wenn man bedenkt, dass er im Verlaufe des dritten Viertels begann, seine Ersatzspieler aufs Feld zu schicken. Immerhin stand der Sieg der Irish nie in Frage, und die Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Alamo Dome bekamen einige Highlights geboten.

Zum Spielverlauf

Die Gäste aus Washington waren als erstes Team in Ballbesitz. Aber der dauerte lediglich drei Spielzüge. Damit kam Jimmy Clausen mit seiner Offense zum ersten Mal aufs Feld. Und die Irish, auf Höhe der eigenen 44 Yard Linie gestartet, marschierten zunächst unaufhaltsam in Richtung gegnerischer Endzone. Dabei war es in erster Linie Runningback Robert Hughes, der mit seinen kraftvollen Läufen immer wieder für nennenswerten Raumgewinn sorgte. Er erwies sich als glänzender Vertreter von Armando Allen, der verletzungsbedingt fehlte, und beendete die Partie mit 24 Läufen für 131 Yards Raumgewinn.

Der Angriff der Irish stoppte an der gegnerischen 11 Yard Linie. Und bei einem vierten Versuch kam Kicker Nick Tausch zu seinem ersten Einsatz. Aus 29 Yards platzierte er das Spielgerät sicher zwischen den vertikalen Torstangen zur 3-0 Führung für die Irish.

Während die Offense der Cougars in der Folgezeit weiterhin vergeblich versuchte, ein First Down zu erzielen, konnten die Irish das Ergebnis gegen Ende des ersten Viertels hochschrauben. Mit dem ersten Touchdown der Partie, einem 7 Yard Pass von Jimmy Clausen auf Duval Kamara, gingen sie 9-0 in Führung. Und dabei blieb es auch nach dem geblockten Extrapunktversuch, bei dem die Cougars beinahe sogar noch zwei Punkte erzielt hätten. Die gibt es nämlich, wenn nach einem geblockten Extrapunktversuch der Ball in die gegnerische Endzone returniert wird. Kurz vor der Endzone konnte Tight End Mike Ragone den gegnerischen Spieler stoppen.

Im letzten Spielzug des ersten Viertels gelang Washington State das erste First Down der Partie. Allerdings folgte diesem zu Beginn des zweiten Durchgang nur noch ein weiteres. Danach musste wieder gepuntet werden.

Die Irish starteten ihre nächste erfolgreiche Angriffsserie, in der hauptsächlich auf Laufspiel gesetzt wurde. So war es nur logisch, dass der Touchdown durch einen Laufspielzug erzielt wurde. Am Ende war es Golden Tate, der eine weitere sehr starke Vorstellung bot, mit einem 16 Yard Lauf.

Nach erfolgreichem Extrapunktversuch stand die Partie nun 16-0 für Notre Dame. Und es sollte noch besser kommen. Denn wenig später waren die Irish schon wieder in Ballbesitz. Und erneut marschierten sie über das gesamte Spielfeld bis in die Endzone der Cougars. Am Ende war es Robert Hughes, der seine starke Leistung mit einem 1 Yard Lauf in die Endzone krönte. Der neue Spielstand lautete: Washington State 0, Notre Dame 23.

Es folgte die erste erfolgreiche Angriffsserie der Cougars, die bis in die Endzone der Irish führte. Dabei waren sie insbesondere mit dem Laufspiel erfolgreich. Kurz vor der Pause hatten sie also ihren ersten Touchdown erzielt. Aber zu spielen waren da noch 76 Sekunden. Und man wusste um die Fähigkeit Jimmy Clausens, seine Mannschaft in kurzer Zeit erfolgreich übers Feld zu führen.

Allerdings kam die Offense zunächst nicht recht voran. Einige erfolgreiche Spielzüge wurden durch Regelverstöße anulliert, und die Mannschaft bewegte sich in die falsche Richtung. So zeigte die Spieluhr noch sieben Sekunden an, als die Irish die Mittellinie erreicht hatten. Es blieb also gerade mal Zeit für einen letzten Spielzug. Aber der reichte aus, um die Irish erneut in die gegnerische Endzone zu bringen: Jimmy Clausen warf einen Hail Mary Pass, bei dem der Ball weit mehr als 50 Yards in der Luft war. Und in der Endzone stand Golden Tate umringt von drei Abwehrspielern. Aber die konnten den Touchdown Catch nicht verhindern. So konnten die Irish den alten Abstand wieder herstellen und führten zur Pause mit 30-7. Im zweiten Durchgang hatte man irgendwie den Eindruck, die Irish hätten das Spiel bereits abgehakt. Jedenfalls spielten sie nicht mehr so zielstrebig wie in den beiden ersten Vierteln. So blieb die Ausbeute des dritten Viertels am Ende ein 23 Yard Fieldgoal von Nick Tausch. Und so lautete der Spielstand nach drei Spielvierteln: Washington State 7, Notre Dame 33.

Im Schlussabschnitt hatten dann zwei Nachwuchskräfte der Goldhelme ihr ganz persönliches Erfolgserlebnis: Es war die zweite Angriffsserie der Irish in diesem Durchgang. Bei einem zweiten Versuch und 19 Yards auf Höhe der eigenen 36 Yard Linie warf Quarterback Dayne Crist einen langen Pass auf Wide Receiver John Goodman. Und der hatte freie Bahn bis in die Endzone. Für beide war es der erste Touchdown im Trikot der Irish. Und dieser 64 Yard Touchdown war das zweite Big Play der Partie.

Leider musste Crist wenig später verletzt ausscheiden. Somit kam der dritte Quarterback Evan Sharpley unerwartet noch zu ein paar Minuten Spielzeit. Überhaupt standen jetzt nur noch Spieler der zweiten Garnitur auf dem Feld. Und die ließen am Ende noch einen zweiten Touchdown der Cougars zu.

Jimmy Clausen erneut mit starker Leistung

Inzwischen ist Football Amerika auf den Spielmacher der Irish aufmerksam geworden. Er wird jetzt als ein heißer Anwärter auf den Gewinn der Heisman Trophy gehandelt. Und er tat im Spiel gegen die - zugegebenermaßen überforderten - Washington Cougars einiges dafür, um im Gespräch zu bleiben. 22 seiner 27 Pässe waren am Ende vollständig für 268 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns. In der laufenden Saison hat er damit jetzt bereits 2.318 Yards erpasst, mit 18 Touchdownpässen und nur zwei Interceptions.

Auf der anderen Seite des Balles konnte auch die Defense der Goldhelme Akzente setzen. Zwei Pässe der Cougars wurden abgefangen (Robert Blanton und Ian Williams). Und fünfmal wurde der gegnerische Spielmacher gesackt.

Dayne Crist schwer verletzt

Es war spät im dritten Viertel, als Irish Quarterback Jimmy Clausen vom Platz humpelte. Bei einem Sack war seine alte Zehenverletzung, die er sich im Spiel gegen Michigan State zugezogen hatte, wieder aufgebrochen. Für ihn kam Dayne Crist aufs Feld. Leider konnte er das Spiel ebenfalls nicht beenden. Im Schlussviertel, kurz nachdem er seinen ersten Touchdown Pass im Trikot der Irish feiern konnte, zog er sich eine schwere Knieverletzung zu. Head Coach Charlie Weis erklärte Anfang dieser Woche, dass Crist einen Kreuzbandriss erlitten hat und etwa vier bis sechs Monate ausfallen wird. Damit ist die Saison für den talentierten Spielmacher vorzeitig beendet.

Offensive Guard Trevor Robinson, der bereits in der ersten Halbzeit verletzt ausgeschieden war, hatte sich eine Knöchelverletzung zugezogen. Die scheint allerdings nicht so schlimm zu sein, wie man es bei den Fernsehbildern befürchten musste. Immerhin ist sein Einsatz für das Spiel gegen Navy am kommenden Samstag fraglich, wie Weis Anfang der Woche erklärte.

 
(28.10.2009) 
Zwei Neuzugänge für nächstes Jahr gilt es zu vermelden.

Bereits am vergangenen Wochenende konnten die Irish mit Tai-Ler Jones einen weiteren Wide Receiver als Neuzugang melden. Jones gilt als einer der Besten seines Jahrganges auf seiner Position. Er kommt aus Gainesville in Georgia und war von zahlreichen namhaften Colleges heiß umworben. So bemühten sich Alabama, California, Georgia, Ohio State und UCLA, neben anderen, um die Dienste des wieselflinken Passempfängers.

In dieser Woche konnte Head Coach Charlie Weis den Zugang eines zweiten Runningbacks bekanntgeben: Giovanni Bernard kommt aus Fort Lauderdale in Florida. Neben den Irish hatten noch Alabama, Florida, Florida State, Miami (FL), Nebraska, Oklahoma State, Oregon State und Tennessee Interesse an dem Ausnahmeathleten.

Damit umfasst die Liste der Neuzugänge nun 17 Namen.

 
(28.10.2009) 
Im ersten Spiel der zweiten Saisonhälfte behielten die Irish gegen die Boston College Eagles mit 20-16 die Oberhand. Damit konnte der Angstgegner nach sechs Niederlagen in Folge erstmals wieder bezwungen werden.

Entsprechend gut war die Stimmung nach dem Spiel im zum 210. Mal in Folge ausverkauften Notre Dame Stadium. Nur einige Spieler der Eagles erwiesen sich als schlechte Verlierer.

Irish Defense als Garant für den Sieg

Viel zu lachen hatten die Defense Spieler der Irish im bisherigen Saisonverlauf nicht. Statistisch gesehen rangiert die Defense der Goldhelme am unteren Ende der Rangliste, wobei insbesondere die Passverteidigung in den letzten Wochen schlecht aussah. Head Coach Charlie Weis und Defensive Coordinator Jon Tenuta nahmen daher einige personelle Veränderungen vor. So spielte Sergio Brown erstmals in der Stammformation und löste Harrison Smith auf der Position des Free Safety ab. Smith lief als Outside Linebacker auf.

Zu Beginn der Partie schienen sich diese Maßnahmen auch auszuzahlen. Aber je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die Gäste mit den Defensivkünstlern der Irish zurecht. Insbesondere im dritten Viertel, in dem sich die Defense in dieser Saison offenbar regelmäßig eine Auszeit gönnt, konnten die Gäste ihr Angriffsspiel erfolgreich aufziehen.

Als es dann jedoch darauf ankam, waren die Goldhelme hellwach. Insgesamt fünfmal konnten sie den Eagles den Ball abjagen. Zwei Fumbles wurden von Brian Smith und Ethan Johnson erobert. Und dreimal landeten Pässe des Gegners in den Armen der Irish, wobei Safety Kyle McCarthy gleich zweimal hinlangte. Letztlich spielentscheidend war jedoch wohl die Interception von Brian Smith 98 Sekunden vor Schluss. Damit kamen die Irish an der eigenen 26 Yard Linie wieder in Ballbesitz und konnten sich wenig später als Sieger feiern lassen.

Jimmy Clausen einmal mehr fehlerlos

Gerade gegen Boston College waren die Statistiken von Irish Quarterback Jimmy Clausen bislang alles andere als positiv. Kein einziger Touchdown Pass, aber sechs Interceptions - da gab es enormen Bedarf für Verbesserungen. Und Clausen künpfte an seine bisherigen Vorstellungen der Saison an. Seine Pässe waren meist punktgenau plaziert. Und am Ende konnte er seine Bilanz in der Tat aufbessern: Zwei Touchdownpässe konnte er sich gutschreiben lassen. Eine Interception leistete er sich nicht.

In der laufenden Saison stehen seinen 16 Touchdown Pässen lediglich zwei Interceptions entgegen. Dabei hat er gut 65% seiner Pässe für einen Raumgewinn von 2.050 Yards komplettiert. Keine schlechte Zwischenbilanz ...

Irish punkten zuerst

Zum Spielverlauf: Die Gäste von der Ostküste hatten den Coin Toss gewonnen und entschieden sich für Ballbesitz in der zweiten Halbzeit. Damit waren die Irish zuerst in Ballbesitz. Und sie legten gleich los wie die berühmte Feuerwehr. Zwei Läufe von Armando Allen brachten 20 Yards Raumgewinn. Und mit komplettierten Pässen auf Golden Tate, Duval Kamara, Robbie Parris und Kyle Rudolph näherten sich die Goldhelme langsam aber sicher der gegnerischen Endzone. Zum Touchdown reichte es jedoch nicht. An der gegnerischen 19 Yard Linie kam der Angriff zum Stehen, und Kicker Nick Tausch musste das erste Mal in Aktion treten. Sicher verwandelte er den Fieldgoal Versuch aus 37 Yards Entfernung und brachte seine Mannschaft früh mit 3-0 in Führung.

Anschließend folgte der erste Auftritt der Gäste Offense. Allerdings konnten die in dieser Phase noch keine Akzente setzen und mussten nach nur wenigen Angriffsspielzügen punten.

Der Punt warf die Irish an die eigene 12 Yard Linie zurück. Bei einem geplanten Passspielzug geriet Jimmy Clausen enorm unter Druck. In der eigenen Endzone wurde er von einem gegnerischen Abwehrspieler attackiert. Er warf den Ball in Richtung Line Of Scrimmage. Der Pass geriet jedoch etwas zu kurz. Die Schiedsrichter entschieden auf Intentional Grounding. Und da die Aktion in der Endzone stattfand bedeutete dies: Safety und zwei Punkte für die Gäste.

Das waren dann aber auch schon die im ersten Viertel erzielten Punkte. Mit dem ungewöhnlichen Zwischenstand von 3-2 für Notre Dame wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Zu Beginn des zweiten Viertels waren die Gäste in Ballbesitz. Auf Höhe der 44 Yard Linie der Irish verlor der Runningback der Gäste den Ball, der von Ethan Johnson gesichert werden konnte. Damit waren die Irish in hervorragender Feldposition wieder in Ballbesitz. Und sie starteten ihre zweite erfolgversprechende Angriffsserie. Allerdings reichte es erneut nur zum Fieldgoal (Nick Tausch aus 34 Yards). Immerhin erhöhten die Goldhelme auf 6-2.

In der Folgezeit hatte die Offense der Eagles ihre beste Phase. Dabei profitierten sie von der Unfähigkeit der Irish Front Seven, Druck auf den Quarterback auszuüben. Der hatte alle Zeit der Welt, nach Anspielstationen für seine Pässe zu suchen. So kam der erste Touchdown für die Gäste beinahe zwangsläufig. Vier Minuten vor der Halbzeitpause gingen sie erstmals in Führung.

Aber vier Minuten sind eine lange Zeit, wenn man einen Quarterback wie Jimmy Clausen in seinen Reihen hat. Der führte seine Mannschaft in der Folgezeit über das gesamte Feld und schloss die Angriffsserie mit einem 11 Yard Touchdown Pass auf Golden Tate ab.

Die Irish hatten also ebenfalls die Endzone erreicht und sich die Führung zurückgeholt. Zur Pause lautete der Spielstand: Boston College 9, Notre Dame 13.

In Halbzeit zwei nutzten die Gäste aus Boston ihren ersten Ballbesitz gleich zu weiteren Punkten. Dabei kam ihnen die in dieser Saison schon obligatorisch schlechte Leistung der Irish Defense im dritten Viertel sehr gelegen.

Allerdings steigerte sich die Defense der Goldhelme in der Folgezeit wieder. So konnte Safety Sergio Brown im weiteren Verlauf des dritten Viertels einen Fumble forcieren. Der freie Ball wurde von Brian Smith erobert. Leider wusste die Offense der Irish mit dem unverhofften Ballbesitz nichts anzufangen.

Wenig später waren die Gäste also wieder in Ballbesitz. Den Irish gelang es jetzt jedoch, mit ihrem Pass Rush bis zum Quarterback durchzukommen und den enorm unter Druck zu setzen. Und das führte zu überhasteten und ungenauen Pässen. Einer dieser Pässe wurde von Safety Kyle McCarty abgefangen. So kamen die Irish kurz vor Schluss des dritten Durchganges erneut in Ballbesitz.

Diesmal wussten sie jedoch etwas mit dem Ball anzufangen. Denn zu Beginn des Schlussviertels - inzwischen waren zum letzten Mal die Seiten gewechselt worden - standen sie plötzlich an der 1 Yard Linie der Gäste.

Punkte sollten da doch eigentlich obligatorisch sein. Aber die Irish schafften es nicht, in drei Versuchen die Endzone zu erreichen. Also spielten sie den vierten Versuch aus. Runningback Robert Hughes sollte - aus der Wildcat Formation heraus - den Touchdown erzwingen. Die Eagles konnten dies jedoch verhindern und waren somit wieder in Ballbesitz. Das war die gute Nachricht für die Gäste. Die schlechte Nachricht war: Sie standen an der eigenen 1 Yard Linie. Und nach drei Laufversuchen standen sie an der eigenen 5 Yard Linie. Damit mussten sie punten und brachten die Irish in hervorragender Feldposition - auf Höhe der gegnerischen 49 Yard Linie - in Ballbesitz. Diesmal machten die Goldhelme kurzen Prozess. Zwei Läufe von Armando Allen brachten 13 Yards Raumgewinn. Und ein 36 Yard Pass auf Golden Tate bedeutete wenig später: Touchdown Irish!

Notre Dame hatte sich also die Führung zurückgeholt.

Es folgten einige Versuche der Gäste, eine Aufholjagd zu starten. Aber ihr Quarterback wirkte jetzt längst nicht mehr so sicher wie zu Beginn der Partie. Zwei seiner Pässe landeten nämlich noch bei den Irish. Zuerst war es Kyle McCarthy, der einen zu hoch geworfenen und (von Raeshon McNeil abgefälschten) Pass fing und seine Mannschaft wieder in Ballbesitz brachte. Zu spielen waren da noch knapp viereinhalb Minuten.

Und als es schließlich so aussah, als könnten die Gäste auch das siebte Spiel in Folge gegen die Irish gewinnen, sorgte Defensive End Darius Fleming mit seinem Pass Rush für einen unpräzisen und überhasteten Pass des Eagles Quarterbacks. Der Ball landete in den Armen von Brian Smith. Und da die Gäste zu diesem Zeitpunkt keine Auszeit mehr hatten, konnten die Irish die restlichen 98 Sekunden von der Spieluhr herunterlaufen lassen und sich dann über ihren fünften Saisonsieg freuen.

 
(24.10.2009) 
Am Ende hatte es wieder nicht ganz gereicht. Die Irish verloren gegen USC mit 27-34. Aber wenn man bedenkt, dass die Irish eine Sekunde vor Schluss - an der 4 Yard Linie der Trojans stehend - eine letzte Chance auf den Touchdown zum Ausgleich hatten, so war der Erfolg der Trojans am Ende doch äußerst glücklich. Nur dem Umstand, dass Duval Kamara in der Endzone ausrutschte und so nicht den von Jimmy Clausen präzise geworfenen Ball fangen konnte, verdankten sie letztlich ihr Erfolgserlebnis.

Dabei hatte es doch lange Zeit nach einem weiteren klaren Erfolg der Mannschaft aus Kalifornien ausgesehen. Die Defense der Irish war in den ersten drei Spielvierteln kaum in der Lage, die Offense der Gäste zu kontrollieren. So kam es ein ums andere Mal zu leichten Punkten für die Gäste. Speziell im dritten und zu Beginn des vierten Viertels fanden die Defensivspezialisten der Goldhelme kein Mittel und ließen drei Touchdowns der Gäste zu.

Aber ein Football Spiel dauert nun mal vier Viertel. Und im Schlussviertel bliesen die Irish, mit 14-34 zurückliegend, zur Aufholjagd.

Zum Spielverlauf

Die Gäste aus Kalifornien waren als erstes Team in Ballbesitz. Allerdings wussten sie damit ebenso wenig anzufangen wie die Irish, die anschließend erstmals ihre Offense aufs Feld schickten.

Die zweite Angriffsserie der Trojans führte dann jedoch zum ersten Touchdown der Partie. Mit drei langen Pässen überrumpelten sie das an diesem Tag nicht immer sattelfeste Defensive Backfield der Irish.

Aber noch im ersten Viertel gelang den Irish der Ausgleich. Dabei fand Irish Quarterback Jimmy Clausen nur schwer in die Partie und vervollständigte nur drei seiner ersten zehn Pässe. Aber die Wildcat Formation, in der diesmal Wide Receiver John Goodman den Snap entgegennahm, sorgte einige Male für entscheidenden Raumgewinn. Dazu kam, dass die Runningbacks Robert Hughes und Armando Allen mit ihren Läufen wertvolle Yards beisteuern konnten. Am Ende war es Robert Hughes, der die letzten 2 Yards bis in die Endzone zurücklegte und die Irish Fans das erste Mal jubeln lassen konnte.

Kurze Zeit später wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Viertel legten die Gäste zwei Fieldgoals vor. Die Offense der Irish war in dieser Phase weitestgehend abgemeldet, so dass es letztlich bei der 13-7 Führung der Gäste blieb.

Nach der Halbzeitpause waren die Irish zuerst in Ballbesitz. Und sie gelangten bis in die Nähe der gegnerischen Endzone. Aber bei einem vierten Versuch und 1 an der 27 Yard Linie der Trojans entschied sich Head Coach Charlie Weis für Risiko und ließ den Versuch ausspielen. Leider schafften die Goldhelme in dieser Situation kein First Down. Die Chance war dahin.

Die Irish Defense hatte auch in den Spielen zuvor bereits Probleme im dritten Viertel. Irgendwie hatte man das Gefühl, sie waren in Gedanken noch in der Kabine. Wie anders ist es zu erklären, dass die Gäste nun beinahe ungehindert in Richtung Endzone marschieren und Punkte erzielen konnten. Bis zum Beginn des Schlussviertels gelang ihnen dies dreimal.

Dazwischen konnten auch die Irish punkten. Mit einem spektakulären 45 Yard Pass fand Jimmy Clausen, der jetzt seinen Rhythmus gefunden hatte, Golden Tate in der Endzone der Gäste. Dieser Touchdown zum Zwischenstand von 14-20 war gleichzeitig der erste von den Trojans zugelassene Pass Touchdown der Saison.

Aufholjagd der Irish

Zu Beginn des Schlussviertels gelangten die Gäste zum letzten Mal in die Endzone der Irish. Aber die 20 Punkte Vorsprung (Spielstand: USC 34, Notre Dame 14) sollten doch zum Sieg ausreichen ...

Von da an spielten dann nur noch die Irish.

Zunächst führte Jimmy Clausen seine Mannschaft über das gesamte Spielfeld. Und an der 2 Yard Linie der Gäste stehend trug er den Ball höchstpersönlich zum Touchdown in die Endzone. Dabei hatte er eine Ballübergabe (Hand Off) an Robert Hughes angetäuscht. Die Defense der Gäste ließ sich übertölpeln und stürzte sich auf den Runningback. Clausen konnte beinahe unbehelligt den Ball in die Endzone tragen.

Der anschließende Extrapunktversuch schlug leider fehl. Somit lautete der neue Spielstand 34-20 für die Gäste.

USC wollte natürlich zurückschlagen. Aber bei einem dritten Versuch und 14 versuchten sie einen Pass, der von Irish Cornerback Gary Gray abgefangen wurde. Nach einem 30 Yard Interception Return standen die Irish plötzlich an der 13 Yard Linie der Trojans. Drei Spielzüge benötigten die Goldhelme, um zum Anschluss Touchdown zu gelangen. Am Ende war es ein 15 Yard Pass auf Golden Tate, der die Partie wieder spannend machte.

Zu spielen waren da noch siebeneinhalb Minuten. Genügend Zeit also, um das Spiel noch zu drehen.

Anschließend ließ die Irish Defense lediglich fünf Angriffsspielzüge der Gäste zu. Highlight in dieser Angriffsserie der Trojans war ein Quarterback Sack von John Ryan, der die Gäste 8 Yards zurückwarf.

So kamen die Irish knapp viereinhalb Minuten vor Schluss wieder in Ballbesitz.

An der eigenen 22 Yard Linie starteten sie und kamen letztlich bis an die 4 Yard Linie der Gäste ...

 
(14.10.2009) 
Gute Nachrichten für alle Irish Fans: Michael Floyd wird der Mannschaft möglicherweise noch in der regulären Saison wieder zur Verfügung stehen. Jedenfalls äußerte sich Head Coach Charlie Weis dieser Tage in diese Richtung:"Michael könnte schon im November wieder einsatzfähig sein".

Am 19. September hatte sich der junge Star Receiver der Goldhelme im Spiel gegen Michigan State einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Danach galt eine Rückkehr noch in der regulären Saison - also vor einem möglichen Bowl Spiel der Irish - als ausgeschlossen.

Offenbar verlief der Heilungsprozess jedoch schneller als erwartet. Denn seit ein paar Tagen nimmt Floyd wieder am Mannschaftstraining teil, wenngleich er noch nicht das volle Programm absolvieren kann. Aber das nährt natürlich die optimistischen Äußerungen seines Cheftrainers.

Ein Blick auf den Spielplan der Irish zeigt somit als frühestmöglichen Rückkehrtermin den 7. November an, wenn die Irish gegen Navy antreten. Gegen Pittsburgh - eine Woche später - sollte er dann aber auf jeden Fall wieder mit dabei sein.

Gute Aussichten ...

 
(09.10.2009) 
Das war ein hartes Stück Arbeit für Notre Dame. Aber am Ende konnte ein 37-30 Sieg gegen die in diesem Jahr wiedererstarkten Washington Huskies gefeiert werden.

Dabei waren die äußeren Bedingungen alles andere als optimal. Mitte der ersten Halbzeit setzte Dauerregen ein, der das Spielfeld schwer bespielbar machte. Aber auf das Spiel hatte das schlechte Wetter keinen Einfluss. So werden die meisten Zuschauer im einmal mehr ausverkauften Notre Dame Stadium den Regen kaum registriert haben. Zu spannend war das Spiel, das erst in der Verlängerung entschieden wurde.

Einen großen Tag hatte Irish Quarterback Jimmy Clausen erwischt. 23 seiner 31 Pässe waren vollständig für einen Raumgewinn von sage und schreibe 422 Yards. Aber großen Anteil hatte dabei sein Star Receiver Golden Tate, dessen neun Passfänge 244 Yards Raumgewinn brachten. Und dazu kamen dann noch einmal 31 Yards, die er mit einem Lauf zu Beginn der Partie erzielte.

Spielentscheidend aber war eine Defense, die sich zwar einige Auszeiten gönnte, aber zur Stelle war, wenn es darauf ankam. Gleich dreimal standen die Gäste von der Westküste an der 1 Yard Linie der Irish. Aber dreimal schafften sie es nicht, die Endzone zu erreichen. Lediglich ein Fieldgoal war die Ausbeute aus diesen Riesenchancen.

Aber auch die Irish taten sich schwer, die Endzone des Gegners zu erreichen. So wurde Kicker Nick Tausch zu einer Hauptfigur. Fünfmal trat er zu einem Fieldgoal Versuch an. Und fünfmal versenkte er das Ei mustergültig zwischen die vertikalen Torstangen.

Washington zu Beginn stark

Zum Spiel: Die Irish hatten den Coin Toss gewonnen und entschieden sich für Ballbesitz in der zweiten Halbzeit. Damit waren die Washington Huskies als erstes Team mit der Offense auf dem Feld. Aber bereits nach dem zweiten Spielzug sah es so aus, als hätten sie den Ball verloren. Manti Te'o schlug dem Receiver der Gäste den Ball aus der Hand, und die Irish eroberten das Spielgerät auf Höhe der gegnerischen 39 Yard Linie. Die Schiedsrichter entschieden auch sofort auf Ballbesitz Notre Dame. Aber in einem Review wurde deutlich, dass der Spieler bereits mit dem Knie am Boden war, als er den Ball verlor. Der Spielzug war somit beendet. Und die Huskies blieben in Ballbesitz.

Und den behaupteten sie auch, bis sie erstmals die Endzone der Irish erreicht hatten. Damit gingen die Gäste früh in Führung.

Anschließend waren die Irish erstmals in Ballbesitz. Und sie begannen furios. Nach einem 25 Yard Kickoff Return von Theo Riddick starteten sie an der eigenen 35 Yard Linie. Bei einem Reverse Spielzug gelangte der Ball zu Golden Tate, der sich an der linken Seitenlinie entlang im Expresstempo der gegnerischen Endzone näherte. Nach 31 Yards wurde er allerdings gestoppt. Aber die Irish standen bereits tief in der Hälfte des Gegners. Zwei Läufe von Armando Allen brachten weitere 26 Yards Raumgewinn. Aber von da an ging es in der falschen Richtung weiter. Raumverlust bei den folgenden Spielzügen warf die Goldhelme zurück, so dass sie letztlich mit einem Fieldgoal vorlieb nehmen mussten. Nick Tausch traf aus 34 Yards Entfernung.

Der zweite Ballbesitz der Huskies war dann deutlich weniger erfolgreich. An der Mittellinie war Endstation. Die Irish kamen also wieder mit der Offense aufs Feld. An der eigenen 20 Yard Linie starteten sie und marschierten unaufhaltsam bis an die gegnerische 1 Yard Linie. Ein Touchdown sollte in dieser Situation doch eigentlich reine Formsache sein. Aber die Irish taten sich an diesem Tag in Goal Line Situtationen unerwartet schwer. Sie erreichten die Endzone nicht und mussten sich erneut mit dem Trostpreis, einem 40 Yard Fieldgoal, begnügen. Der neue Spielstand lautete: Washington 7, Notre Dame 6.

Wenig später - die Gäste mussten nach nur drei Angriffsversuchen erneut punten - standen die Irish erneut unmittelbar vor der gegnerischen Endzone. Aber wieder sprang lediglich ein Fieldgoal (aus 34 Yards) heraus. Immerhin waren die Irish mit 9-7 in Führung gegangen.

Zu spielen waren da noch knapp fünf Minuten in der ersten Halbzeit. Und es sollten turbulente fünf Minuten werden. Zunächst waren die Irish schnell wieder in Ballbesitz. Auf Höhe der eigenen 30 Yard Linie hatte Jimmy Clausen dann einen Black Out. Er wollte einen Screen Pass werfen. Aber die Huskies hatten den Braten gerochen. Dennoch entschloss sich der Spielmacher der Irish, diesen Pass, einen Rückwärtspass, zu werfen. Der Ball landete am Boden. Aber bei Lateral- oder Rückwärtspässen ist damit der Spielzug nicht automatisch beendet. Der gegnerische Cornerback reagierte gedankenschnell, fischte das Ei vom Boden und lief die wenigen Yards bis in die Endzone. Nach diesem Touchdown waren die Gäste wieder in Führung gegangen. Neuer Spielstand: 14-9 für Washington.

Aber lange freuen konnten sich die Gäste nicht. Mit nur drei Spielzügen überbrückten die Irish anschließend das Spielfeld und hatten nach nur 72 Sekunden erstmal die gegnerische Endzone erreicht. Big Play war ein 67 Yard Pass auf Golden Tate, der sich nicht zu Boden bringen ließ und seinen vierten Touchdown in dieser Saison erzielte. Die Irish führten wieder, jetzt mit 16-14.

Kurze Zeit später leistete sich Jimmy Clausen eine Interception. Aber die Defense der Irish korrigierte diesen Fehler blitzschnell. Defensive Liner Ethan Johnson sackte den gegnerischen Quarterback und schlug ihm gleichzeitig den Ball aus der Hand. John Ryan warf sich auf das herrenlose Spielgerät und eroberte es so für seine Mannschaft zurück.

Dennoch gelangten die Gäste unmittelbar vor der Pause noch einmal in Ballbesitz und schafften - quasi mit dem Pausenpfiff - per Fieldgoal die erneute Führung.

Bei Halbzeit lautete der Spielstand: Washington 17, Notre Dame 16.

Offense mit Blitzstart in der zweiten Halbzeit

Für den zweiten Durchgang hatten sich die Irish offensichtlich einiges vorgenommen. Als erste Mannschaft in Ballbesitz benötigten sie nur wenige Sekunden, um bis an die 2 Yard Linie der Huskies zu gelangen. Wieder war es ein Pass von Jimmy Clausen auf Golden Tate. Und letzterer ließ sich erst nach 77 Yards ins Seitenaus drängen.

Aber es war an diesem Tage wie verhext. Erneut schafften die Irish keinen Touchdown und mussten mit dem Fieldgoal (aus 21 Yards) vorlieb nehmen. Immerhin waren sie jetzt mit 19-17 in Führung.

Beim darauffolgenden Ballbesitz der Gäste war die Defense der Irish irgendwie überhaupt nicht auf dem Platz. Offenbar hatte ihnen niemand gesagt, dass die Halbzeitpause beendet war. Nur so ist das schlechte Tackling zu erklären, das den Gästen eine lange Angriffsserie, und am Ende auch einen Touchdown, bescherte. Mitte des dritten Viertels führten die Huskies also erneut, diesmal mit 24-19.

Aber kurz vor dem letzten Seitenwechsel war die Defense der Goldhelme wieder voll da. Die Huskies standen an der 1 Yard Linie der Irish. Dieses eine Yard schafften sie jedoch auch im vierten Versuch nicht. Die Irish waren - unmittelbar vor der eigenen Endzone - in Ballbesitz. Jetzt schlug die große Stunde von Runningback Robert Hughes. Zunächst brachte sein Lauf 13 Yards Raumgewinn und ein neues First Down. Wenig später war es erneut Hughes, der mit einem Passspielzug 25 Yards schaffte. Dann war das dritte Viertel beendet.

Zu Beginn des Schlussviertels standen die Irish wieder einmal unmittelbar vor der gegnerischen Endzone. Aber ein Touchdown sprang erneut nicht heraus. Nick Tausch musste zum fünften Mal an diesem Tag in Aktion treten. Sein 24 Yard Fieldgoal brachte drei weitere Punkte aufs Konto der Irish. Aber die Huskies führten immer noch, undzwar mit 24-22.

Washington war wieder in Ballbesitz. Und das blieben sie für mehr als neun Minuten. In dieser Zeit waren sie bis an die 1 Yard Linie der Irish gekommen. Aber erneut stand die Defense der Goldhelme wie eine Wand. Dreimal versuchten die Gäste, das fehlende Yard bis in die Endzone zu schaffen. Dann schickten sie ihren Kicker aufs Feld, um wenigstens die drei Punkte zu sichern.

Beim Fieldgoal Versuch soll ein Spieler der Irish ein Personal Foul begangen haben. Er soll den Snapper des Gegners regelwidrig angegangen haben. Dabei liegt die Betonung auf soll. Denn auch in der Zeitlupenwiederholung des US Fernsehens war ein Regelverstoß nicht erkennbar.

Wie dem auch sei, die Gäste hatten vier neue Versuche an der 1 Yard Linie der Irish. Aber erneut glänzte die Irish Defense mit Big Plays und verhinderte einen Touchdown. So blieb den Gästen nach sechs vergeblichen Anläufen erneut nur ein Fieldgoal. Die Huskies führten jetzt mit 27-22. Zu spielen waren noch exakt 184 Sekunden.

Also war Jimmy Clausen wieder gefragt. Auf ihm ruhte jetzt die Hoffnung der Irish Fans. Und er enttäuschte nicht. Erneut führte er seine Mannschaft in der Schlussphase über das gesamte Spielfeld. Und diesmal schafften die Irish auch den notwendigen Touchdown. Mit einem 12 Yard Pass fand Clausen seinen Tight End Kyle Rudolph in der Endzone.

Mit einer Two Point Conversion hätten die Irish einen Dreipunkte Vorsprung. Damit könnte der Gegner in den verbleibenden 80 Sekunden also höchstens noch gleichziehen, oder benötigte zum Sieg einen Touchdown.

Robert Hughes sollte es richten. Clausen täuschte einen Passversuch an und steckte seinem Runningback den Ball zu. Und der tankte sich, die halbe Defense der Gäste im Schlepptau, bis in die Endzone.

Nach dieser Energieleistung führten die Irish mit 30-27.

Die Gäste hatten jedoch noch Zeit genug, um zurückzuschlagen. Etwa eine halbe Minute vor Schluss sahen die Irish allerding wie die Sieger aus. Was war geschehen? Ein Pass wurde von Irish Free Safety Kyle McCarthy abgefangen. Die Schiedsrichter entschieden auf Interception und Ballbesitz Irish. Aber ein Review zeigte, dass der Ball den Boden berührt hatte, bevor McCarthy Kontrolle über ihn hatte. Die Schiedsrichter entschieden also richtigerweise auf unvollständigen Pass. Die Huskies blieben in Ballbesitz. Und sie schafften 11 Sekunden vor Schluss per Fieldgoal noch den Ausgleich.

Kurze Verlängerung

Damit wurde eine Verlängerung notwendig. Die Irish hatten den Coin Toss verloren und mussten als erstes Team mit der Offense aufs Feld. An der 25 Yard Linie begann ihre Angriffsserie, undzwar mit einem Pass auf Golden Tate. Und der konnte die Endzone schon riechen. An der 3 Yard Linie konnten die Huskies ihn stoppen.

Nach einem Offside Penalty gegen Washington wurde die Distanz halbiert. Und was den Irish das gesamte Spiel über nicht gelungen war, jetzt klappte es: Robert Hughes trug den Ball in die Endzone zum Touchdown für die Irish.

Notre Dame hatte also vorgelegt. Jetzt waren die Washington Huskies an der Reihe. Sie starteten ebenfalls an der 25 Yard Linie. Der erste Passversuch war unvollständig. Beim zweiten Versuch hatte Irish Defensive End Kerry Neal seinen großen Auftritt. Sein Quarterback Sack brachte einen Raumverlust von 9 Yards. Das machte die Sache für die Gäste natürlich nicht einfacher. Nur ein Touchdown hätte ihnen geholfen. Ansonsten wäre das Spiel zu Ende.

Zweimal versuchte der Gäste Spielmacher noch, das Unmögliche möglich zu machen. Aber beide Passversuche waren unvollständig. Allerdings konnten die Irish sich bei Kyle McCarthy bedanken, dass der Pass beim vierten Versuch nicht vollständig war. Der Receiver hatte den Ball unmittelbar vor der Endzone bereits gefangen. Aber das harte Tackle von McCarthy schlug ihm das Ei aus den Händen. Pass unvollständig, Game Over, Irish Win ...

Erneut machten es die Irish also spannend bis zum Schluss. Aber am Ende zählte nur der vierte Sieg der Saison. Am kommenden Wochenende haben die Goldhelme spielfrei. Und in der darauffolgenden Woche, am 17. Oktober, erwarten sie die USC Trojans zum Showdown im Notre Dame Stadium.

 
(02.10.2009) 
Vor dem einzigen spielfreien Wochenende in dieser Saison müssen die Irish morgen noch einmal ran. Gegen die Washington Huskies bestreiten sie ihr drittes Heimspiel des Jahres. Und das ist eine Aufgabe, die sich die Verantwortlichen unter dem Golden Dome vor der Saison einfacher vorgestellt haben. Aber mit neuem Head Coach kam frischer Wind ins Team, und das bekamen vor zwei Wochen die USC Trojans zu spüren. Mit 16-13 siegten die Underdogs aus Seattle, Washington und sorgten so für eine echte Sensation.

Damit haben die Irish nun überhaupt keinen Grund mehr, den Gegner von der Westküste auf die leichte Schulter zu nehmen.

Immerhin scheint sich das Lazarett langsam etwas zu lichten. Jimmy Clausen konnte ja bereits in der vergangenen Woche wieder mitspielen. Da führte er seine Mannschaft bekanntlich zu einem Sieg in letzter Sekunde. Head Coach Charlie Weis erwartet nicht, dass die Zehenverletzung seines Spielmachers vor Mitte November ausgeheilt sein sollte. Aber es wird halt von Woche zu Woche besser.

Ein anderes Sorgenkind, Armando Allen, sollte auch morgen einsatzfähig sein. Zumindest hat er in dieser Woche wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. Für Michael Floyd ist dagegen die reguläre Saison gelaufen. Er kann frühestens in einem möglichen Bowl Spiel wieder eingesetzt werden. Immerhin können die Irish in der Offense also beinahe in Bestbesetzung antreten.

Manti Te'o in der Startformation

Mit einer Sonderaufgabe betraut, wird Freshman Manti Te'o morgen erstmals in der Startformation der Irish stehen. Charlie Weis gab in dieser Woche bekannt, dass sein Jungstar den Quarterback der Huskies beschatten soll. Locker gilt als sehr laufstarker Spielmacher und stellte damit in der Vergangenheit schon so manche Defense vor große Probleme.
 
(01.10.2009) 
Heute erreichte mich ein Gästebucheintrag von Rupi. Er fragte, wie ESPN America Heimspiele der Irish übertragen kann, wo sie doch in den USA exklusiv von NBC ausgestrahlt werden.

Die Frage ist sicher nicht unbegründet. Allerdings ist bekannt, dass ESPN America beispielsweise College Football Spiele sendet, die in den USA exklusiv von CBS ausgestrahlt werden.

Und wer sich ab und zu mal Baseball Spiele anschaut weißt, dass ESPN America Übertragungen von etlichen lokalen Sendern (z.B. NESN - New England Sports Network) sendet. Und auch die anderen Großen sind mit dabei (FOX und CBS). Und aus der NHL (Eishockey) werden auch Spiele in Deutschland übertragen, die in den USA exklusiv von NBC gesendet werden.

Grundsätzlich möglich wären die Übertragungen der Irish Heimspiele also durchaus.

Ich denke, das ist alles letztlich nur eine Frage des Geldes ...

 
(27.09.2009) 
War das heute ein Leckerbissen für uns Irish Fans. Das Spiel der Irish gegen Purdue war echt echter Knaller - und das mit einem guten Ende für Notre Dame.

Leider war es das aber fürs erste mit Irish Football auf ESPN America. Die nächsten fünf Spiele werden in den USA nämlich exklusiv von NBC übertragen. Es sind dies die Heimspiele gegen Washington, USC, Boston College und Navy, sowie die Partie gegen Washington State, die auf neutralem Platz in San Antonio (Texas) ausgetragen wird. Diese Spiele überträgt ESPN America mit ziemlicher Sicherheit nicht.

Am 14. November erst gibt es wieder Hoffnung. Dann reisen die Irish nach Pittsburgh. Das Spiel sollte in den USA von CBS übertragen werden. Und hier besteht die Chance, dass wir in Deutschland die Begegnung zu sehen bekommen.

Und das letzte reguläre Saisonspiel bei Stanford (am 28. November) überträgt ABC oder ESPN. Auch dieses Spiel könnte in Deutschland - bei ESPN America - zu sehen sein.

Vielleicht sollten wir mal bei ESPN America nachfragen, ob die Möglichkeit besteht, dass auch Heimspiele der Irish in Deutschland zu sehen sind. Wenn genügend Anfragen dort eingehen, ist ja vielleicht etwas möglich ...

 
(27.09.2009) 
Spannung bis zur letzten Sekunde, und am Ende ein 24-21 Sieg. Das ist die sportliche Bilanz des gestrigen Spiels gegen die Purdue Boilermaker für die Irish.

Dabei sah es vor dem Spiel garnicht gut aus um die Goldhelme. Michael Floyd ist nach seinem Schlüsselbeinbruch im Spiel gegen Michigan State zumindest für die reguläre Saison nicht mehr verfügbar. Dazu kamen mit Jimmy Clausen und Armando Allen gleich zwei weitere absolute Leistungsträger, deren Einsatz fraglich war.

Nun, zumindest Clausen war einsatzfähig, wenngleich er durch seine noch nicht auskurierten Zehenverletzung deutlich gehandikapt war. Das zeigte sich insbesondere bei den für ihn untypisch ungenauen Pässen in der Anfangsphase. Im Laufe der Partie kam immer wieder sein Backup Dayne Crist aufs Feld, der seine Sache ordentlich machte.

Armando Allen dagegen verbrachte die gesamte Begegnung an der Seitenlinie. Allerdings hatte er in Robert Hughes einen guten Stellvertreter. Mann des Spiels allerdings war Golden Tate, der seit dem Ausfall von Floyd der einzige Big Play Receiver bei den Goldhelmen ist. Und nach dem Ausfall von Armando Allen übernahm Tate auch noch dessen Aufgaben in den Wildcat Formationen der Irish. In beiden Rollen agierte der Ausnahmeathlet erfolgreich und holte auch einen Touchdown für seine Mannschaft.

Erfreulich war die Leistung der Unparteiischen, die die Partie unauffällig und objektiv leiteten. Sie kamen übrigens nicht aus der Big Ten ...

Zum Spielverlauf

Die Irish hatten den Coin Toss gewonnen und entschieden sich für Ballbesitz in der zweiten Halbzeit. Die Gastgeber starteten somit mit der Offense. Und sie starteten furios. Nach acht Spielzügen und etwas über drei Minuten waren sie in der Endzone der Irish, hatten also ihren ersten Touchdown erzielt. In dieser Phase des Spiels schien die Defense der Irish noch garnicht richtig im Spiel zu sein. Schlechtes Tackling ermöglichte den Boilermakers immer wieder substanzielle Raumgewinne.

Danach kam Jimmy Clausen mit der Offense der Irish das erste Mal aufs Spielfeld. Und nach einem tollen 35 Yard Kickoff Return von Theo Riddick starteten sie auf Höhe der eigenen 42 Yard Linie. Bis an die 22 Yard Linie der Gastgeber ging es vorwärts. Dann standen die Goldhelme vor einem vierten Versuch und 1. Head Coach Charlie Weis entschied sich für Risiko und ließ diesen Versuch ausspielen. Leider ging er schief, und die Irish verloren das Angriffsrecht.

Wenig später jedoch hatten sie den Ball zurückerobert. Die Defense stand nun deutlich besser und zwang die Gastgeber, sich schnell per Punt vom Ballbesitz zu trennen. Diesmal starteten die Irish an der eigenen 10 Yard Linie. Wieder führte Clausen seine Mannschaft zügig voran. Aber wieder erreichte sie die Endzone nicht. Allerdings konnten die Irish mit einem Fieldgoal (Nick Tausch aus 34 Yards Entfernung) die ersten Punkte auf die Anzeigetafel bringen.

Wieder folgte ein kurzer Auftritt der Boilermakers Offense. Und wenig später hatten die Irish den Ball zurück. Da allerdings waren bereits zum ersten Mal die Seiten getauscht worden.

Dayne Crist ersetzte Jimmy Clausen

Im zweiten Viertel blieb Jimmy Clausen an der Seitenlinie und machte Platz für seinen Backup Dayne Crist. Und mit ihm stand plötzlich eine ganz andere Mannschaft auf dem Feld. Lebten die Irish im ersten Viertel hauptsächlich von den Pässen Jimmy Clausens, war jetzt Laufspiel angesagt. Robert Hughes konnte in dieser Phase mit seinen kraftvollen Läufen immer wieder nennenswerten Raumgewinn erzielen. Und dann war da noch die Wildcat Offense, in der gestern Golden Tate auf der Kommandobrücke stand. Diese taktischen Umstellungen überraschten Purdue sichtlich. Sie fanden zunächst keine Antworten auf die neue Taktik der Irish. Zählbare Erfolge ließen da nicht lange auf sich warten. Bereits der erste Auftritt von Crist als Quarterback brachte den ersten Touchdown für die Goldhelme. Robert Hughes krönte seine tadellose Leistung mit einem 2 Yard Lauf in die Endzone der Gastgeber. Die Irish waren damit erstmals in Führung. Und sie waren in dieser Phase des Spiels absolut dominierend. Das galt auch für die Defense, die erneut keine lange Angriffsserie der Boilermakers zuließ.

Dayne Crist kam erneut als Spielmacher aufs Feld. Und erneut dirigierte er eine erfolgreiche Angriffsserie. Ausnahmslos mit Laufspielzügen überquerten die Irish das Spielfeld. Und am Ende war es Golden Tate, der seine herausragende Leistung mit einem 14 Yard Touchdown Lauf krönte. Knapp vier Minuten vor der Pause hatten die Irish ihre Führung ausgebaut.

Das waren gleichzeitig die letzten Punkte in der ersten Halbzeit. Erwähnenswert war noch die erste Interception der Saison von Jimmy Clausen, der in der letzten Angriffsserie der Irish zurück aufs Spielfeld kam. Sein weiter Pass in die Endzone landete in den Armen eines Gegners.

Spielstand zur Halbzeit: Purdue 7, Notre Dame 17.

Das dritte Viertel begann mit Ballbesitz für die Irish. Allerdings kamen sie diesmal nur bis an die Mittellinie. Die Boilermakers hatten sich jetzt deutlich besser auf die von Crist dirigierte Laufattacke eingestellt. Allerdings konnte sich Purdue anschließend ebenfalls nicht durchsetzen. So wurde das dritte Viertel von den beiden Abwehrreihen bestimmt, Punkte waren Fehlanzeige.

Erst, nachdem zum letzten Mal die Seiten gewechselt worden waren, kam wieder Bewegung in die Partie. Und es waren zunächst die Hausherren, die dafür sorgten. Zunächst erreichten sie kurz nach dem Seitenwechsel zum zweiten Mal die Endzone der Irish. Mit dem Anschluss Touchdown zum 14-17 machten sie das Spiel wieder spannend.

Die Irish, die nach wie vor auf Crist als Spielmacher setzten, hatten in dieser Phase große Schwierigkeiten, Raumgewinn zu erzielen. Und somit waren die Hausherren schnell wieder in Ballbesitz. Und sie gingen kurz vor Schluss mit ihrem dritten Touchdown wieder in Führung (21-17).

Zu spielen waren da nur noch 135 Sekunden. Die Defense der Boilermakers hatte die Offense der Irish bis zu diesem Zeitpunkt klar kontrolliert. Die Chancen für die Irish standen also nicht allzu gut.

Jimmy Clausen führt Irish zum Sieg

Für die Zuschauer wenig überraschend, kam bei den Irish nun Jimmy Clausen aufs Spielfeld zurück. Und er spielte jetzt so abgeklärt, wie in den bisherigen drei Saisonspielen. Mit seinen - jetzt wieder sehr genauen - Pässen führte er seine Mannschaft, an der eigenen 28 Yard Linie startend, über das gesamte Spielfeld. Und dabei ließ er sich auch nicht von einem Quarterback Sack aufhalten, der die Irish um 8 Yards zurückwarf, und ihnen einen dritten Versuch und 14 bescherte. Mit einem Pass auf Robbie Parris holte er 15 Yards Raumgewinn und ein neues First Down.

So standen die Irish schließlich an der 4 Yard Linie der Gastgeber. Aber zwei unvollständige Pässe und ein kurzer Lauf von Robert Hughes brachte nicht den erhofften Erfolg. Also hing letztlich alles vom vierten Versuch ab. Tight End Kyle Rudolph hatte sich in der Endzone freigelaufen. Clausen erkannte das blitzschnell und warf einen präzisen Pass zu ihm. Der Pass war vollständig - Touchdown Irish. Und nach erfolgreichem Extrapunkt führten sie mit 24-21.

Was jedoch viel wichtiger war: Zu spielen waren da nur noch 21 Sekunden.

Jetzt machte die Defense der Irish, die sich im Verlaufe des Spiel enorm steigern konnte, den Sack zu. Zunächst sorgte ein Quarterback Sack für 12 Yards Raumverlust. Und nach einer Auszeit der Boilermakers waren noch 16 Sekunden zu spielen. Die Gastgeber standen an ihrer eigenen 8 Yard Linie. Sie versuchten jetzt mit einem Trickspielzug - einem Reverse - die Irish zu überraschen. Aber der Schuss ging nach hinten los. Nach einem versuchten Pitch landete der Ball am Boden und wurde von Ethan Johnson erobert. Die Irish waren in Ballbesitz, und das drei Sekunden vor Schluss.

Damit war das Spiel entschieden. Die Irish hatten in einem hochdramatischen Finale eine verlorengeglaubte Partie noch aus dem Feuer gerissen.

 
(25.09.2009) 
Immer wenn die Irish gegen Michigan State spielen, fliegen die Fetzen. Da ist die Gefahr natürlich groß, dass der Eine oder Andere Blessuren davonträgt.

Das war am vergangenen Samstag nicht anders: Wide Receiver Michael Floyd brach sich das Schlüsselbein und fällt definitiv für längere Zeit aus. Weiterhin verletzten sich Quarterback Jimmy Clausen und Runningback Armando Allen. Damit traf es also die drei absoluten Leistungsträger des Teams.

Glücklicherweise konnten beide das Spiel gegen die Spartans auf dem Spielfeld beenden, auch wenn Jimmy Clausen wegen seines lädierten Zehs über weite Strecken nur stark humpelnd vorankam.

Clausen wird wohl morgen gegen Purdue auflaufen können. Head Coach Charlie Weis ist da jedenfalls optimistisch. Anders sieht es mit dem Top Runningback des Teams aus, der in den letzten beiden Parteien jeweils mehr als 100 Yards Raumgewinn erzielte. Der Einsatz von Armando Allen, der sich gegen die Spartans eine Knöchelverletzung zugezogen hat, gilt als fraglich.

Purdue im Umbruch

Joe Tiller ist mit dem Ende der Saison 2008 als Head Coach der Boilermakers zurückgetreten. Er war Garant für eine der erfolgreichsten Epochen in Purdue. Neuer Mann auf der Kommandobrücke ist Danny Hope. Er hat bereits Erfahrung als Chef Trainer und war in den vergangenen beiden Jahren Offensive Line Coach bei Purdue. Damit kennt er natürlich das Umfeld sehr genau und sollte keine allzu großen Eingewöhnungsprobleme haben.

Gleichwohl ist mit dem Trainerwechsel auch ein Wechsel der Spielphilosophie verbunden. Während Tillers Teams vorwiegend vom Passspiel lebten, bevorzugt Hope eine etwas konservativere Spielweise mit einer ausgewogenen Attacke. Diese Umstellung braucht natürlich etwas Zeit. Und so werden in dieser Saison von den Boilermakers keine sportlichen Heldentaten erwartet.

Die Partie gegen die Irish ist jedoch so ewtas wie ein Lokalderby, ist die Entfernung zwischen den Universitäten doch weniger als 200 km. Und dass Lokalderbies ihre eigenen Gesetze haben, ist ja allgemein bekannt. Ein spannendes Spiel sollte damit in jedem Fall garantiert sein. Bleibt nur zu hoffen, dass diesmal keine Schiedsrichter aus der Big Ten auf dem Platz stehen. Von denen haben die Irish für dieses Jahr die Nase voll ...

Irish gegen Boilermakers on TV

Wie bereits berichtet, sendet ESPN America am Sonntag ab 12 Uhr das Spiel der Irish bei Purdue in voller Länge. Ein absolutes Muss für jeden Irish Fan.
 
(23.09.2009) 
Nach sechs Heimniederlagen in Folge gegen die Michigan Spartans behielten die Irish diesmal die Oberhand und siegten mit 33-30.

Den Sieg sicherte Strong Safety Kyle McCarthy mit seiner dritten Interception im dritten Saisonspiel knapp eine Minute vor Schluss. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste ihre drei Auszeiten bereits genommen und konnten die Uhr nicht mehr anhalten. Also musste Quarterback Jimmy Clausen nur noch zweimal aufs Knie gehen, um die Uhr herunterlaufen zu lassen.

Einmal mehr seltsame Entscheidungen der Big Ten Officials

Zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen spielten die Irish gegen ein Team aus der Big Ten Conference. Was aber viel schwerer wiegt: Zum zweiten Mal spielten sie auch gegen "Schiedsrichter" aus der Big Ten Conference. Aber während die Männer in den schwarz weiß gestreiften Jacken vor Wochenfrist noch für einen Sieg "ihrer" Michigan Wolverines sorgten, konnten sie dies jetzt nicht wiederholen. Immerhin bemühten sie sich redlich, als Service-Team für ihr Big Ten Team die Weichen zu stellen. Und dabei erfanden sie gleich einige Football Regeln neu. Ein paar Kostproben:

Im zweiten Viertel mussten die Irish punten. Der Ball wurde von einem Spieler der Spartans berührt. Das zeigten die Fernsehbilder deutlich. Wendet man die Footballregeln für diesen Fall an, ist der Ball ab diesem Moment frei und kann vom Gegner zurückerobert werden. Genau das war hier der Fall. Wie gesagt, gemäß der Footballregeln hätte dies bedeutet: Ballbesitz Irish tief in der Hälfte des Gegners. Aber als die obligatorische Werbepause beendet war, lag der Ball an der 20 Yard Linie, und die Spartans waren mit ihrer Offense auf dem Feld. Die "Schiedsrichter" hatten auf Touchback entschieden, eine völlig absurde Entscheidung. Bleibt nur der Vollständigkeit halber zu erwähnen, dass Michigan State mit dieser - eigentlich illegalen - Angriffsserie ihren ersten Touchdown erzielte ...

Oder wie wärs damit? Jimmy Clausen warf kurz vor dem Ende des zweiten Viertels einen Pass in die Endzone, der von Michael Floyd eindeutig gefangen wurde. Er machte mit dem Ball noch zwei Schritte innerhalb des Spielfeldes, also klar einen "Football Move", wie es das Regelwerk vorschreibt. Dass er den Ball dann außerhalb des Spielfeldes verloren hat, spielte damit keine Rolle mehr. Wie gesagt, so sind die Regeln. Dummerweise hatten die Big Ten "Schiedsrichter" die wohl gerade nicht zur Hand und anullierten den Touchdown nach dem Replay. Also wie vor Wochenfrist wurde den Irish ein legal erzielter Touchdown "gestohlen" ...

Und dann war da noch eine 15 Yard Strafe gegen die Irish wegen eines "late hit out of bounds", also ein Tackle jenseits der Außenlinie. Die kostete die Irish 15 Yards Strafe. Als aber wenig später eine absolut vergleichbare Situation auf der anderen Seite passierte, suchten die Parteiischen wohl gerade nach Bekannten im Publikum. Jedenfalls gabs in dieser Situation keine Flagge.

Glücklicherweise waren diese - nennen wir es - kreativen Regelauslegungen diesmal nicht spielentscheidend. Gleichwohl sorgten sie für Spannung bis zum Schluss.

Zum Spielverlauf
Football gespielt wurde übrigens auch. Die Irish schickten den Gegner, der zuerst in Ballbesitz war, nach nur drei Spielzügen wieder vom Feld und marschierten dann ihrerseits in nur vier Spielzügen über das ganze Spielfeld zu ihrem ersten Touchdown. Highlight dieses Kurzauftritts der Angriffsabteilung der Goldhelme war ein 52 Yard Passfang von Tight End Kyle Rudolph. Den Touchdown erzielte Armando Allen aus der Wildcat Formation heraus mit einem 13 Yard Lauf.

Nach gut zweieinhalb Spielminuten führten die Irish also mit 7-0.

Es folgte der zweite Auftritt der Spartans Offense, die diesmal deutlich erfolgreicher operierte. Allerdings musste sie letztlich mit einem Fieldgoal vorlieb nehmen. Immerhin waren das die ersten Punkte für sie.

Nächstes Highlight aus Sicht der Irish war ein 38 Yards Kickoff Return von Theo Riddick, der erst an der eigenen 45 Yard Linie gestoppt werden konnte. Und für die übrigen 55 Yards bis in die Endzone brauchten die Goldhelme dann lediglich sechs Spielzüge. Am Ende war es einmal mehr Michael Floyd, der mit einem 22 Yard Pass in die Endzone für die nächsten Punkte sorgte. Der Extrapunktversuch schlug fehl. Damit führten die Irish nach dem ersten Viertel, das kurze Zeit später zu Ende ging, mit 13-3.

Der erste Touchdown nach dem Seitenwechsel wurde dann von den Gästen erzielt. Das war nach dem oben erwähnten Punt, nach dem eigentlich die Irish in Ballbesitz sein sollten. Das Spiel wogte jetzt hin und her. Beide Abwehrreihen hatten in dieser Phase Schwierigkeiten, den Gegner zu stoppen. Und so gab es für beide Mannschaften noch Punkte, bevor es in die Halbzeitpause ging. Ein 22 Yard Fieldgoal für die Irish - nach dem nicht gegebenen Touchdown von Michael Floyd - und ein weiterer Touchdown für die Gäste unmittelbar vor der Pause sorgten für den Halbzeitstand: Michigan State 17, Notre Dame 16.

Für eine Schrecksekunde sorgte Jimmy Clausen, der nach einem Quarterback Sack (dem ersten in dieser Saison) verletzt am Boden blieb. Bei einer Überdehnung des Fußes hatte er sich eine schmerzhafte Zehenverletzung zugezogen. Glücklicherweise konnte er aber - wenn auch zunächst stark humpelnd - weiterspielen.

Nicht soviel Glück hatte leider Michael Floyd. Bei seinem - nicht gegebenen - Touchdownfang handelte er sich einen Schlüsselbeinbruch ein. Für ihn war die Partie damit vorzeitig zu Ende. Und ob er in dieser Saison noch einmal auflaufen kann, ist fraglich.

Ständige Führungswechsel nach der Pause

Im dritten Viertel waren die Irish zuerst in Ballbesitz. Nach einem schönen Kickoff Return von Barry Gallup jr. starteten sie auf Höhe der eigenen 30 Yard Linie. Im Mittelpunkt stand in dieser Phase Runningback Armando Allen, der erneut ein tolles Spiel machte und am Ende 115 Yards erlief. Seine Läufe brachten die Irish jetzt langsam aber stetig voran. Und dann packte Jimmy Clausen wieder einen seiner genialen langen Pässe aus. Am anderen Ende des Passes war Golden Tate, der sich an der rechten Außenlinie entlang im Eiltempo der Endzone näherte und - erst nach 54 Yards - auf Höhe der 5 Yard Linie gestoppt werden konnte.

Zum wiederholten Mal wählten die Irish in dieser Situation die Wildcat Formation. Aber diesmal lief Armando Allen nicht selbst, sondern warf einen kurzen Pass in die Endzone auf einen völlig ungedeckten Robby Parris. Die Irish hatten sich also die Führung zurückgeholt, führten jetzt mit 23-17.

Und es sollte noch besser kommen. Die nächste Angriffsserie der Gäste dauerte nämlich nicht lange. Sie mussten punten und brachte die Irish damit in hervorragender Feldposition in Ballbesitz. Nach einem 23 Yard Punt Return von Golden Tate standen die Goldhelme nämlich an der gegnerischen 47 Yard Linie. Ein Touchdown gelang aber diesmal nicht. Immerhin besitzen die Irish wieder einen zuverlässigen Kicker. Nick Tausch verwandelte ein 46 Yard Fieldgoal sicher und brachte seine Mannschaft damit mit 26-17 in Führung.

Wer aber geglaubt hatte, damit wäre eine Vorentscheidung gefallen, der sah sich schon wenig später getäuscht. Denn die Gäste hatten jetzt ihre beste Phase. In knapp eineinhalb Minuten überquerten sie das Spielfeld und hatten den Anschluss Touchdown erzielt. Allerdings verpasste ihr Kicker in dieser Situation den Extrapunkt, als der Ball gegen einen der senkrechten Torpfosten und von dort zurück aufs Feld sprang.

Immerhin waren sie bis auf drei Punkte herangekommen. Und beim Stande von 26-23 für Notre Dame wurden wenig später zum letzten Mal die Seiten gewechselt.

Zu Beginn des Schlussviertels waren die Irish in Ballbesitz, mussten jedoch punten und brachten erneut die Offense der Gäste aufs Feld. Und die legten erneut eine erfolgreiche Angriffsserie hin. Und wieder ging alles sehr schnell (knapp zweieinhalb Minuten).

Die Führung wechselte damit wieder zu den Spartans (30-26). Aber die Irish hatten ja die Chance, zurückzuschlagen. Und genau das taten sie. Gut vier Minuten dauerte ihre nächste Angriffsserie. Und die endete in der gegnerischen Endzone (Clausen mit 33 Yard Pass auf Golden Tate). Bezeichnenderweise benötigten die Parteiischen wieder ein Replay. Aber diesmal konnten selbst sie nichts daran ändern, dass der Touchdown den Regeln entsprechend erzielt worden war. Nach erfolgreichem Erxtrapunkt ging die Führung also wieder an die Irish. Der neue Spielstand lautete: Michigan State 30, Note Dame 33.

Es folgte ein starker Auftritt der Irish Defense, der es endlich einmal gelang, Druck auf den gegnerischen Quarterback auszuüben. Dessen Pässe wurden dadurch ungenau. Und so mussten die Gäste nach nur drei Angriffsspielzügen wieder punten.

Zu spielen waren da noch knapp fünf Minuten. Eine lange, zeitraubende Angriffsserie wäre jetzt genau das Richtige gewesen. Aber leider wurde daraus nichts. Knapp drei Minuten vor Schluss hatten die Goldhelme einen vierten Versuch tief in der eigenen Hälfte. Also musste gepuntet werden.

Und damit kamen die Gäste noch einmal in Ballbesitz. An der eigenen 20 Yard Linie gestartet kamen sie in etwa 90 Sekunden bis an die 18 Yard Linie der Irish. Und dort ereignete sich dann der "Zwischenfall", der den Irish den Sieg rettete: Darius Fleming hatte sich schnell zum gegnerischen Quarterback durchgekämpft und setzte diesen mächtig unter Druck. Und der Spartans Spielmacher warf einen ungenauen Pass in die Spielfeldmitte. Dort stand, wie bereits erwähnt, Kyle McCarty goldrichtig ...

 
(21.09.2009) 
Am kommenden Samstag reisen die Irish ins knapp 200 km entfernte West Lafayette, um bei den Purdue Boilermakers ihr viertes Saisonspiel zu bestreiten.

Im Fernsehen ist das Spiel am darauffolgenden Sonntag zu sehen. ESPN America strahlt die Begegnung ab 12 Uhr aus. Eine weitere Gelegenheit für die Irish Fans, ihr Team in Action zu erleben.

 
(13.09.2009) 
Michigan war für die Irish in diesem Jahr einmal mehr keine Reise wert. Nach einem hochdramatischen Spiel, das hin und herwogte, unterlagen sie gegen die gastgebenden Michigan Wolverines mit 34-38.

Dass einmal mehr die Schiedsrichter einen gewissen Anteil am Ausgang der Partie hatten, sollte die Irish nicht trösten. Denn spielentscheidend waren die teilweise seltsamen Entscheidungen der Big Ten Officials nicht. Die Irish Defense fand in der zweiten Halbzeit keine Mittel mehr gegen einen immer stärker werdenden Quarterback der Wolverines, und gegen deren Laufspiel. So reichten am Ende die 34 Punkte, die eine gut aufgelegte Irish Offense auf die Anzeigetafel brachte, nicht aus.

Dabei hatte die Partie aus Sicht der Irish so vielversprechend begonnen. In ihrer ersten Angriffsserie marschierten sie bis an die 11 Yard Linie der Wolverines, mussten dann aber mit einem Fieldgoalversuch vorlieb nehmen. Leider ging der Schuss des jungen Kickers Nick Tausch aus 28 Yards Entfernung daneben. Und so blieb es zunächst beim 0-0.

Die Defense der Irish machte beim ersten Ballbesitz der Gastgeber mächtig Druck auf den jungen Spielmacher Tate Forcier. Der zeigte zunächst Wirkung, und das brachte das Angriffsrecht schnell wieder zurück zu den Goldhelmen.

Diesmal hatte sich die Defense der Gastgeber jedoch besser auf Jimmy Clausen und seine Offense eingestellt, denn auch die Irish mussten schnell punten. Das brachte wieder die Offense der Wolverines aufs Feld. Und die spielte jetzt deutlich erfolgreicher. Denn zehn Spielzüge später hatten sie erstmals die Endzone der Irish erreicht. Somit ging Michigan mit 7-0 in Führung.

Die Irish wussten mit ihrem nächsten Ballbesitz auch endlich etwas anzufangen. Angetrieben von ihrem Spielmacher Clausen marschierten sie erneut beinahe über das ganze Spielfeld. Allerdings erreichten sie die Endzone erneut nicht. Also musste wieder ihr Kicker ran. Nick Tausch machte es diesmal - aus 34 Yards Entfernung - besser und brachte seine Mannschaft mit dem erfolgreich verwandelten Fieldgoal auf die Anzeigetafel.

Die Gastgeber hatten jedoch eine passende Antwort parat: Beim anschließenden Kickoff trugen sie das Ei über 94 Yards bis in die Endzone der Irish zurück. Plötzlich führten sie mit 14-3. Und mit diesem Ergebnis wurden wenig später auch zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Es folgte das zweite Viertel, und damit die Aufholjagd der Irish, die jetzt ihre stärkste Phase hatten. Zunächst führte Jimmy Clausen seine Offense erneut über das gesamte Spielfeld. Und diesmal erreichten die Goldhelme auch die Endzone. Am Ende war es ein 4 Yard Pass auf Golden Tate, der den Irish ihren ersten Touchdown bescherte. Highlight der Angriffsserie war ein 37 Yard Pass auf Michael Floyd, der nahtlos an seine großartige Leistung im ersten Spiel anknüpfen konnte, und gegen den die Gastgeber einfach kein Mittel fanden.

In dieser Phase des Spiels hatte auch die Irish Defense das bessere Ende für sich. So beendeten sie die nächste Angriffsserie der Wolverines nach nur drei Angriffsversuchen. Schnell war also die Offense der Goldhelme wieder auf dem Platz. Und die beendete ihren Ballbesitz erneut in der Endzone der Gastgeber. Diesmal war es ein 11 Yard Pass auf Michael Floyd, der den Irish die Punkte brachte.

Jetzt waren die Irish erstmals in dieser Partie in Führung gegangen. Und das sollte sich bis zur Pause auch nicht mehr ändern. Jede Mannschaft erzielte noch ein Fieldgoal (für die Irish: Nick Tausch aus 42 Yards). Und so ging man mit einer 20-17 Führung für Notre Dame in die Halbzeitpause.

Drittes Viertel verschlafen

Nach der Pause bot sich den mehr als 106.000 Zuschauern im Stadion ein völlig anderes Bild. Während die Irish offenbar in Gedanken noch in der Kabine weilten, waren die Wolverines von Beginn an hellwach und nutzten ihren ersten Ballbesitz zu einer eindrucksvollen Angriffsserie, bei der sie insbesondere mit dem Laufspiel außerordentlich erfolgreich waren. Allerdings stand am Ende kein Erfolgserlebnis. Ein Fieldgoal Versuch (aus 26 Yards) schlug fehl. Somit blieb es zunächst bei der knappen Führung der Irish.

Aber auch die Offense der Goldhelme hatte sich im dritten Viertel eine Auszeit genommen. So musste sie sich nach nur drei Angriffsspielzügen wieder vom Ballbesitz verabschieden. Allerdings kam erschwerend hinzu, dass sie den Ball durch einen Fumble von Jonas Gray - tief in der eigenen Hälfte - verloren. Und diese Chance ließen sich die Gastgeber nicht entgehen. Diesmal erreichten sie die Endzone der Irish und gingen wieder in Führung. Es sollten die einzigen Punkte im dritten Viertel bleiben. Und so wurdem beim Spielstand von 24-20 für Michigan letztmalig die Seiten gewechselt.

Das Schlussviertel begann mit einem Paukenschlag: Die Wolverines waren auf Höhe der gegnerischen 31 Yard Linie in Ballbesitz. In dieser Situation übernahm Forcier die Initiative. Mit einer simplen Körpertäuschung tanzte er seinen Gegenspieler (Darius Fleming) aus und hatte plötzlich freie Bahn bis in die Endzone. Damit führten die Gastgeber plötzlich mit 31-20. Das Spiel schien vorentschieden.

Allerdings war die Offense der Irish in der Zwischenzeit aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und begann wieder, Football zu spielen. Und damit wurde die Partie noch einmal spannend. Denn die nächste Angriffsserie der Goldhelme brachte auch den nächsten Touchdown (21 Yard Pass auf Golden Tate). Damit waren die Irish wieder dran. Mit einer Two Point Conversion wollten sie den Rückstand auf drei Punkte verringern. Leider glückte sie nicht, und so lautete der neue Spielstand: Michigan 31, Notre Dame 26.

Irish Safety Kyle McCarthy war dann der Held in der nächsten Angriffsserie der Wolverines. Er fing einen Pass ab und trug ihn über 20 Yards zurück bis an die 36 Yard Linie der Gastgeber. Und von dort benötigten die Irish ziemlich genau zweieinhalb Minuten, um erneut die Endzone zu erreichen. Diesmal war es Armando Allen, der sein sehr gutes Spiel mit einem 8 Yards Touchdownlauf krönte. Allen schaffte das zweite 100-Yard Spiel seiner Karriere in Notre Dame. Am Ende hatte er 139 Yards Raumgewinn erzielt.

Die Irish versuchten erneut eine Two Point Conversion. Diesmal glückte sie, als Armando Allen erneut mit dem Ball in die Endzone laufen konnte. Die Irish führten wieder, undzwar mit 34-31.

Die Irish mussten - nach einer 15 Yard Strafe - ihren Kickoff von der 15 Yard Linie ausführen. Entsprechend gut war anschließend die Feldposition der Gastgeber, die an ihrer eigenen 41 Yard Linie standen. Allerdings stand die Defense der Irish in dieser Phase gut. Und bei einem vierten Versuch und 14 blieb Michigan nichts anderes übrig, als zu punten.

Zu spielen waren da noch exakt 126 Sekunden, und die Irish waren wieder in Ballbesitz. Das sollte doch eigentlich reichen ...

Allerdings entschied sich Irish Head Coach Charlie Weis in dieser Situation für zwei Passspielzüge. Beide waren nicht erfolgreich und stoppten die Spieluhr, was den Gastgebern natürlich in die Karten spielte. Sie konnten so ihre beiden verbliebenen Auszeiten sparen. Zu allem Überfluss misslang Eric Maust dann auch noch der Punt, der lediglich 28 Yards brachte. So kamen die Wolverines in sehr guter Feldposition - auf Höhe der eigenen 43 Yard Linie - in Ballbesitz. Von dort erreichten sie dann - elf Sekunden vor Schluss - die Endzone der Irish.

Und als - nach dem nächsten Kickoff - die Irish auf dem Spielfeld standen, waren es plötzlich nur noch neun Sekunden. Was war geschehen? Der Kickoff wurde von einem Irish Spieler berührt und dann ins Aus geflogen. Diese Berührung kostete die Irish eine Sekunde. Denn die Spieluhr zeigte nach dieser Szene an, dass noch zehn Sekunden zu spielen sind. Wäre es bei den zehn Sekunden geblieben, hätten die Irish noch eine weitere Chance gehabt, weil dann nach dem folgenden Spielzug - einem Pass auf Golden Tate - noch genau eine Sekunde zu spielen gewesen wäre.

Diese fragwürdige Entscheidung zu Lasten der Irish war nicht die Einzige in diesem Spiel. So wurde ein Touchdown von Golden Tate anulliert, weil der angeblich die Seitenlinie überschritten haben soll. Eine Entscheidung, die vor allem auch von den beiden Kommentatoren des Spiels angezweifelt wurde. Die Irish mussten so mit einem Fieldgoal vorlieb nehmen. Hätte der Touchdown gezählt, wären das vier Punkte mehr für die Goldhelme gewesen ...

Dennoch waren die Entscheidungen der Big Ten Schiedsrichter nicht spielentscheidend. Fakt ist doch: Wenn eine Mannschaft 34 Punkte erzielt, so sollte das doch für einen Sieg ausreichen. Offenbar musste die junge Defense der Irish in Ann Arbor, Michigan, Lehrgeld zahlen.

 
(10.09.2009) 
Beinahe wäre die Nachricht wegen des Traumstarts der Irish in die neue Saison untergegangen: Cameron Roberson ist der 15. Neuzugang für 2010.

Der junge Runningback aus Newbury Park in Kalifornien weilte am vergangenen Wochenende in Notre Dame und machte seine Entscheidung für Notre Dame dann am vergangenen Montag publik.

Die Liste der Colleges, die den talentierten Nachwuchsmann gern in ihren Reihen gehabt hätten, ist lang. So buhlten Arizona, Brigham Young, Minnesota, Oregon, UCLA und Utah (neben anderen) um ihn.

In der Recruiting Klasse der Irish ist Roberson der erste Runningback und die insgesamt siebte Verstärkung für die Offense.

 
(09.09.2009) 
Das erste Spiel der Irish in der Saison 2009 ist Geschichte - und was für eine: Mit 35 - 0 behielten sie gegen Nevada klar die Oberhand. Und dabei fällt es schwer, alle Highlights im Team der Goldhelme zusammenzubekommen.

Fakt ist, dass Notre Dame zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder ein Spiel zu Null gewonnen hat. Und das gegen eine als schwer zu spielende und im vergangenen Jahr herausragende Offense der Gäste.

Allerdings hatten die Irish auch einige Male Glück. Immerhin war Nevada doch das eine oder andere Mal in der Nähe der Irish Endzone. Aber ein 38 Yard Fieldgoal ging daneben, ein vierter Versuch auf Höhe der 20 Yard Line der Irish schlug fehl. Und schließlich war da noch der Fumble nach einem Option Pitch auf Höhe der 5 Yard Linie.

Den Irish dagegen glückte an diesem Tag beinahe alles. Jimmy Clausen konnte nahtlos an seine grandiose Vorstellung im Hawaii Bowl (Weihnachten 2008) anknüpfen. 15 seiner 18 Pässe landeten im Ziel. Vier Touchdowns und 315 Yards Raumgewinn resultierten aus seinen Pässen. Michael Floyd machte das bislang beste Spiel seiner Karriere für die Irish. Seine vier Passfänge resultierten in drei Touchdowns und 189 Yard Raumgewinn.

Dazu kam ein erfolgreiches Laufspiel, das 178 Yards zusätzlichen Raumgewinn beisteuerte. Das lässt die Irish Fans von einer erfolgreichen Saison träumen.

Defense dominierte ebenfalls

Die eigentliche Überraschung an diesem sonnigen Spätsommertag in Notre Dame aber war die Leistung der Defense. Gegen eine sehr stark eingeschätzte Offense mit dem - nach Expertenmeinung - stärksten Quarterback, gegen den die Irish in diesem Jahr antreten müssen, waren die Goldhelme von Anfang an hellwach. Äußerst aggressiv agierend und beinahe pausenlos blitzend ließen sie dem Gegner kaum Zeit, ins Spiel zu finden.

Statistisch liest sich die Leistung der Irish Defense so: zwei Quarterback Sacks (Brian Smith und Toryan Smith), zwei Interceptions (Robert Blanton unmittelbar vor der Pause und Kyle McCarthy) sowie eine Fumble Recovery (Kapron Lewis-Moore) waren die Highlights des Tages. Ach ja, und dann war da noch ein Freshman namens Manti Te'o, der für einige Spielzüge auflief und mit seiner enormen Schnelligkeit und seinem Riecher für den Ball gleich Akzente setzen konnte. Am Ende konnte er die ersten beiden Tackles im Trikot der Irish für sich notieren.

Auftakt nach Maß

Im Vorfeld der Saison war es stets die Offense der Irish, die man in diesem Jahr stark erwartete. Immerhin sind zehn der elf Starter des Vorjahres noch mit dabei. Dazu kommt mit Michael Floyd und Golden Tate eines der besten Wide Receiver Gespanne des Landes.

Da traf es sich natürlich gut, dass die Irish als erstes Team in Ballbesitz waren. Nach einem guten Kick Off Return von Neuling Theo Riddick startete Jimmy Clausen mit seiner Mannschaft an der eigenen 33 Yard Linie. Zwölf Spielzüge dauerte diese erste Angriffsserie, und sie endete mit dem ersten Touchdown der Saison. Tight End Kyle Rudolph stand goldrichtig am Ende der Endzone, um den 19 Yard Pass von Clausen zu fangen.

Mitte des ersten Viertels führten die Gastgeber also mit 7-0.

Dann kam zum ersten Mal die stark eingeschätzte Offense der Gäste aufs Spielfeld. Und sie zeigte auch gleich, dass die Vorschusslorbeeren durchaus berechtigt waren. Bis an die 21 Yard Linie der Irish kamen sie beinahe im Eiltempo. Dann jedoch mussten sie mit einem Fieldgoal Versuch vorlieb nehmen. Der Kick ging daneben. Und damit war wieder Jimmy Clausen mit seiner Offense an der Reihe.

Bis zum Ende des ersten Viertels hatten sie die 24 Yard Linie des Gegners erreicht. Und mit dem ersten Spielzug des zweiten Viertels waren sie zum zweiten Mal in der gegnerischen Endzone. Michael Floyds erster Streich brachte die Goldhelme mit 14-0 in Führung.

Und nach einem Kurzauftritt der Gäste Offense (Punt nach drei Angriffsversuchen) waren die Irish erneut im Ballbesitz. Einem erfolgreichen Laufspielzug (durch James Aldridge) folgte ein 70 Yard Pass von Clausen auf Floyd. Sein zweiter Streich und die 21-0 Führung der Irish.

Anschließend beruhigte sich das Spiel ein wenig. Erst kurz vor der Pasue hatten die Irish Fans im - obligatorisch - ausverkauften Notre Dame Stadium wieder Grund zur Freude. Da nämlich schloss ihre Mannschaft eine Angriffsserie über 80 Yards erfolgreich ab. Dabei war es Armando Allen vorbehalten, mit seinem 1 Yard Lauf den vierten Touchdown seiner Mannschaft zu erzielen.

Kurz darauf war Halbzeit. Mit 28-0 führten die Goldhelme und hatten die Partie damit so gut wie entschieden.

Entscheidung kurz nach der Pause

In Halbzeit zwei folgte dann nur noch ein echtes Highlight: Der erste Ballbesitz der Irish im dritten Viertel begann an der eigenen 1 Yard Linie. Mit drei Läufen schaffte Armando Allen 11 Yards Raumgewinn und ein First Down. Und an der eigenen 12 Yard Line stehend warf Jimmy Clusen einen tiefen Pass auf Michael Floyd. Der setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und marschierte über 88 Yards unbehelligt bis in die Endzone der Gäste. Es war sein längster Touchdown - und naturgemäß auch der längste Touchdown Pass von Jimmy Clausen - im Trikot der Irish.

Danach war das Spiel in der Tat entschieden. Beide Coaches begannen damit, ihre Backups aufs Spielfeld zu schicken. So kam Irish Quarterback Dayne Crist - und mit ihm die zweite Mannschaft - noch zu reichlich Spielzeit.

Am Ende sah man im weiten Rund des Notre Dame Stadiums vorwiegend fröhliche Gesichter. Der Anfang war gemacht, und er war gut. Aber nun kommen andere Kaliber. So reisen die Irish am Samstag nach Ann Arbor um gegen die Michigan Wolverines anzutreten. Dieses Spiel wird übrigens live in Deutschland zu sehen sein. ESPN America zeigt es am Samstag ab 21:30 Uhr.

 
(07.09.2009) 
Am kommenden Samstag steigt in Ann Arbor das Traditionsduell zwischen Michigan und Notre Dame. Und wir können - wie die mehr als 106.000 Zuschauer im Stadion - live dabeisein. ESPN America überträgt das Spiel live ab 21:30 Uhr. Das ist natürlich ein absolutes Muss für alle Irish Fans.
 
(07.09.2009) 
Seit vergangenen Samstag läuft die College Football Saison 2009. Die Irish starteten mit einem Heimspiel gegen Nevada. Dass über dieses Spiel hier noch nichts zu lesen ist, hat seinen guten Grund: Ich habe das Spiel noch nicht gesehen. Aber wenn die Post mitspielt, liegt die DVD mit dem Nevada Spiel am Mittwoch in meinem Briefkasten. Und dann gibts umgehend Spielbericht und Statistiken.

Sicher gibt es noch Irish Fans, die ebenfalls gern die Spiele ihres Teams sehen würden. Dank PonTel besteht diese Möglichkeit. Diese Firma bietet Live-Mitschnitte der Spiele auf DVD an. Ich bin dort seit 1992 Kunde und habe so seither kein Spiel der Irish verpasst.

 
(02.09.2009) 
Am Samstag starten die Irish mit dem Heimspiel gegen Nevada in die neue Football Saison. In den diversen Trainingslagern hatten alle Spieler die Chance, sich für die Mannschaft zu empfehlen. Aber nur elf Spieler können jeweils auf dem Platz stehen. So war es die Aufgabe der Coaches - und letztlich die Entscheidung von Head Coach Charlie Weis - wer am Samstag zu den Startern gehört.

Gestern wurde die Manschaftsaufstellung (Depth Charts) veröffentlicht, und sie birgt einige neue Namen.

Hier nun die Mannschaft, mit der die Irish in die Saison starten wollen:

Offense

Offensive Line

Paul Duncan (Left Tackle, Backup Matt Romine), Chris Stewart (Left Guard, Backup Dan Wenger), Eric Olsen (Center, Backup Dan Wenger), Trevor Robinson (Right Guard, Backup Andrew Nuss), Sam Young (Right Tackle, Backup Taylor Dever)

Tight End

Kyle Rudolph (Backup Mike Ragone)

Wide Receiver

Golden Tate (Backup Duval Kamara), Michael Floyd (Backup Robby Parris)

Offensive Backfield

Jimmy Clausen (Quarterback, Backup Dayne Crist), James Aldridge (Fullback, Backup Bobby Burger), Armando Allen (Halfback, Backup Jonas Gray)

Defense

Defensive Line

Kapron Lewis-Moore (Left Defensive End, Backup Morrice Richardson), Ethan Johnson (Defensive Tackle, Backup Hafis Williams), Ian Williams (Nose Tackle, Backup Sean Cwynar), Kerry Neal (Right Defensive End, Backup John Ryan)

Linebacker

Darius Fleming (Sam Linebacker (Strongside), Backups Scott Smith und Steven Filer), Toryan Smith (Mike (Middle) Linebacker, Backups Brian Smith und Anthony McDonald), Brian Smith (Will Linebacker (Weakside), Backups Manti Te'o und David Posluzny)

Defensive Backfield

Robert Blanton (Left Cornerback, Backups Jamoris Slaughter und Gary Gray), Harrison Smith (Free Safety, Backup Ray Herring), Kyle McCarthy (Strong Safety, Backup Sergio Brown), Raeshon McNeal (Right Cornerback, Backup Darrin Walls)

Special Teams

Nick Tausch (Place Kicker, Backup Brandon Walker), Eric Maust (Punter, Backup Ben Turk), Jordan Cowart (Long Snapper, Backup Ryan Kavanagh), Golden Tate (Punt Returner, Backup Armando Allen), James Aldridge (Kick Returner, Backups Theo Riddick, Shaquelle Evans und Barry Gallup jr.)
 
(31.08.2009) 
Nur noch fünf mal schlafen, dann beginnt für die Irish die College Football Saison 2009. Mit einem Heimspiel gegen Nevada startet die Weis-Truppe am kommenden Samstag in die neue Spielzeit. Nach der durchwachsenen Saison 2008, als die Goldhelme nur sieben Spiele gewinnen konnten und sechsmal verloren, sind die Erwartungen bei den Fans natürlich riesig. Und so gänzlich unbegründet sind sie auch nicht. Immerhin steht in der Offense eine sehr erfahrene Truppe auf dem Platz. Alle elf Starter des Vorjahres sind noch mit an Bord. Da träumen die Fans natürlich von den ersten beiden Jahren der Weis Ära, als die Irish regelrechte Offensiv Feuerwerke abbrannten.

Das Fragezeichen ist die Defense. Sehr talentiert, aber unerfahren - so könnte man die Abwehrspezialisten der Goldhelme beschreiben. Insbesondere in der Defensive Line gibt es einige Fragezeichen. Dazu kommt, dass gerade diese Position äußerst dünn besetzt ist.

Im Linebacker Bereich konnten die Irish in den beiden letzten Jahren zahlreiche hochtalentierte Kräfte unter den Golden Dome holen. Die sollten in diesem Jahr - zumindest im Verlaufe der Saison - zu Stützen im Team heranwachsen. Besonderes Augenmerk gilt hier Manti Te´o, der im vergangenen Jahr zu den begehrtesten Highschoolabgängern des Landes zählte, und dem man den Sprung ins Team bereits in diesem Jahr zutraut.

Das Defensive Backfield stellt in diesem Jahr den erfahrensten Mannschaftsteil in der Defense. Hier trifft Erfahrung auf Talent, was eine sehr gute Mischung ergeben sollte. Und dass die Cornerbacks und Safeties im Training Tag für Tag gegen eines der besten Wide Receiver Tandems (Michael Floyd und Golden Tate) antreten müssen, schadet sicherlich auch nicht.

Mit Randy Hart hat Charlie Weis zu Beginn des Jahres einen neuen Defensive Line Coach nach Notre Dame geholt. Dazu kommt ein Wechsel auf der Position des Defensive Coordinators. Jon Tenuta hat jetzt das Sagen in der Defense. Er ist für seine aggressive Spielweise bekannt.

In der Offense zählen die Wide Receiver Michael Floyd und Golden Tate zu den absoluten Leistungsträgern im Team. Als Tandem können sie sich ganz sicher mit den Besten im Lande messen.

Quarterback Jimmy Clausen geht in sein drittes College Jahr, zählt aber bereits zu den Routiniers im Team. Kein Wunder also, dass er von seinen Teamkameraden zum Captain gewählt wurde.

Mit Tight End Kyle Rudolph besitzt er zudem eine weitere hochkarätige Anspielstation. Rudolph konnte bereits im vergangenen Jahr überzeugen, und das als Neuling (Freshman) ...

Ein Fragezeichen steht hinter dem Laufspiel der Irish. Nachdem mit Tony Alford ein neuer Runningbacks Coach das Zepter schwingt, und auch die Offensive Line mit Frank Verducci einen neuen Coach erhalten hat, hofft man in Notre Dame, dass das in den letzten Jahren doch arg schwächelnde Laufspiel wieder zu einer Stärke des Teams wird.

An den Spielern sollte es nicht scheitern, denn sowohl in der Offensive line als auch im Offensive Backfield besitzen die Irish Talent in Hülle und Fülle.

Und das können sie in ein paar Tagen unter Beweis stellen ...

 
(17.08.2009) 
Die Team Captains für die in knapp drei Wochen beginnende Saison der Irish wurden dieser Tage bekanntgegeben. Gewählt von ihren Mannschaftskameraden wurden dies: Quarterback Jimmy Clausen und Offensive Lineman Eric Olsen für die Offense, sowie Safety Kyle McCarthy und Linebacker Scott Smith für die Defense.

Während die Wahl Clausens erwartet werden durfte, war das Votum für Olsen schon so etwas wie eine Überraschung.

Bleibt zu hoffen, dass die Team Captains ihre Mannschaft in eine erfolgreiche Saison führen ...

 
(07.08.2009) 
Am heutigen Freitag beginnt für die Footballer der Irish der Ernst des Lebens. Die Mannschaft startet in ihr Vorbereitungstraining für die am 5. September beginnende Saison.

Und pünktlich zu diesem Termin veröffentlichte die Universität von Notre Dame die Trikotnummern der neu hinzugekommenen Spieler. Den einen oder anderen werden wir sicher bereits in diesem Jahr auf dem Spielfeld sehen. Da ist es gut, seine Trikotnummer parat zu haben.

5   Manti Te´o Linebacker (LB)
11   Saquelle Evans Wide Receiver (WR)
17   Zeke Motta Linebacker (LB)
20   Cierre Wood Runningback (RB)
27   E.J. Banks Cornerback (CB)
32   Theo Riddick Runningback (RB)
35   Ben Turk Punter (P)
40   Nick Tausch Kicker (K)
44   Carlo Calabrese Linebacker (LB)
48   Dan Fox Linebacker (LB)
60   Jordan Cowart Long Snapper (LS)
66   Chris Watt Offensive Guard (OG)
68   Alex Bullard Offensive Guard (OG)
70   Zach Martin Offensive Tackle (OT)
80   Tyler Eifert Tight End (TE)
84   Roby Toma Wide Receiver (WR)
88   Jake Golic Tight End (TE)
92   Tyler Stockton Defensive Tackle (DT)
 
(04.08.2009) 
Prince Shembo heißt der 14. Neuzugang der Irish im nächsten Jahr. Nach seinem Besuch im Juni war der talentierte Defensive End aus Charlotte (North Carolina) offenbar schon sehr beeindruckt von dem, was Notre Dame ihm zu bieten hatte. Allerdings wollte er noch andere Optionen prüfen.

Das hat er inzwischen getan. Heute vormittag teilte er Irish Head Coach Charlie Weis in einem Telefonat mit, dass er sich für Notre Dame entschieden hat.

Colleges wie Tennessee, Virginia, Virginia Tech, West Virginia, North Carolina und Nort Carolina State hatten das Nachsehen beim Buhlen um einen der besten Defensive Ends seines Jahrganges. Und die Irish haben nach Chris Martin und Blake Lueders bereits den dritten Hochkaräter auf der Defensive End Position gewinnen können.

 
(17.07.2009) 
Heute ist nicht Freitag, der 13. - aber für Notre Dame war es Freitag, die 13. - nämlich die 13. Neuverpflichtung für das nächste Jahr. Spencer Boyd heißt sie und ist Cornerback.

Für die Irish war die Überraschung allerdings nicht allzu groß. Denn immerhin waren sie bereits seit geraumer Zeit das von ihm favorisierte College. Dabei war die Konkurrenz um die Dienste des jungen Mannes aus Cape Coral in Florida durchaus namhaft. Am Ende durften sich mit Michigan, Georgia und Notre Dame noch drei Colleges Hoffnungen machen. Aber das ist seit heute überholt.

Die Irish haben damit bereits den zweiten Cornerback in ihrer Recruiting Klasse von 2010. Überhaupt finden sich die namhaftesten Neuzugänge bislang eindeutig im Defensivebereich.

 
(11.07.2009) 
Gerade eben meldeten die Irish ihren 12. Neuzugang für das nächste Jahr: Kendall Moore erklärte auf einer Pressekonferenz, dass er demnächst sein Studium in Notre Dame beginnen will. Und dass der junge Outside Linebacker auch für die Irish Football spielen will, versteht sich beinahe von selbst.

Auf seiner Position ist Moore einer der Besten seines Jahrganges. Kein Wunder, dass die Liste der interessierten Colleges lang war. So zeigten unter anderen South Carolina, Tennessee, West Virginia, Auburn, Clemson, Florida State, Kentucky, Louisville, Maryland, Mississipi State und North Carolina Interesse an dem talentierten Defensivkünstler aus Raleigh in North Carolina.

Moore ist der erste Linebacker der nächsten Recruiting Klasse und die insgesamt sechste Verstärkung für die Defense.

 
(07.07.2009) 
Tommy Rees ist der elfte Neuzugang der Irish für das nächste Jahr. Der junge Nachwuchs Quarterback aus Lake Forest in Illinois brauchte nicht lange, um sich für ein College zu entscheiden. Nachdem er vor ein paar Tagen ein Sportstipendium von Notre Dame angeboten bekam, ging alles sehr schnell für den talentierten Spielmacher. Heute gab er den Irish seine mündliche Zusage, im kommenden Jahr sein Studium in Notre Dame beginnen zu wollen.

Rees ist der zweite Quarterback der Recruiting Klasse von 2010. Seine Entscheidung pro Notre Dame war gleichzeitig eine Entscheidung gegen Colorado, Iowa, Nortwestern, Stanford, Tennessee, UCLA, Wisconsin, Bowling Green, Central Michigan und Miami (Ohio), die sich ebenfalls um ihn bemüht hatten.

Und die Irish haben eine Sorge weniger. Denn es war das erklärte Ziel der Goldhelme, in diesem Jahr zwei Spielmacher aufzunehmen - nachdem es ihnen im vergangenen Jahr nicht gelungen war, ihren Wunsch Quarterback zu verpflichten.

 
(06.07.2009) 
Neuzugang Nummer zehn ging den Irish heute ins Netz: Justin Utupo lebt in Lakewood, in Kalifornien. Der junge Defensive End machte heute seine Entscheidung für Notre Dame öffentlich. Damit wird er im nächsten Jahr sein Studium unter dem Golden Dome beginnen und natürlich auch für die Irish Football spielen.

Utupo ist bereits der dritte Defensive End in der aktuellen Recruiting Klasse. Wie die meisten talentierten Nachwuchs Footballer, so hatte auch er die Qual der Wahl. Denn die Liste der interessierten Colleges war lang. So bemühten sich unter anderen Oklahoma State, Oregon State, Utah, Arizona State, Colorado, Missouri und Nebraska um seine Dienste.

 
(30.06.2009) 
Neuzugang Nummer neun ging den Irish gestern ins Netz: Chris Badger ist Safety und kommt aus Provo in Utah.

Eigentlich hatte er sich ja bereits für Stanford entschieden. Aber ein Besuch in Notre Dame ließ ihn seine Entscheidung überdenken. Die Irish standen plötzlich ganz oben auf seiner Liste. Und dort werden sie hoffentlich auch bleiben. Jedenfalls gab Badger gestern den Irish die mündliche Zusage, im kommenden Jahr nach Notre Dame kommen zu wollen.

Neben Stanford waren noch etliche namhafte Colleges an ihm interessiert (Oregon, Utah, BYU, California, Florida State, LSU, Missouri und Northwestern). Für die Irish ist er der vierte Neuzugang für die Defense und der zweite Neue im Defensive Backfield.

 
(27.06.2009) 
Nach den guten Nachrichten der letzten Tage hier mal wieder eine schlechte: Tight End Joseph Fauria hat die Universität um seine Freigabe gebeten, die ihm auch gewährt wurde. Er wird damit zu einem anderen College wechseln.

Grund für diese wenig schöne Entwicklung war eine Suspendierung des Spielers durch die Universität. Über die Gründe der Sperre, die für die kommende Saison gelten sollte, wurden keine Einzelheiten bekannt. Allerdings fühlte sich Fauria zu unrecht bestraft. Da war die heute bekanntgewordene Entscheidung des Spielers eigentlich der logische Schluss.

Ärgerlich für die Irish, dass gerade die Tight Ends in letzter Zeit zu Problemkindern geworden sind. Im letzten Jahr zog sich Nachwuchs Star Mike Ragone bei den Saisonvorbereitungen eine schwere Verletzung zu, die ihn die komplette Saison kostete. Und dazu kam dann noch die Suspendierung von Will Yeatman, der eigentlich als Starter für die Saison 2008 vorgesehen war.

Für die kommende Saison ist Kyle Rudolph natürlich fest gesetzt. Er und Ragone sind die derzeit einzigen Tight Ends bei den Irish. Allerdings kommen im August mit Jake Golic und Tyler Eifert zwei junge Nachwuchsspieler hinzu.

 
(27.06.2009) 
Aller guten Dinge sind drei. Diesem alten Sprichwort folgend meldeten die Irish gestern den dritten Neuzugang innerhalb von nur drei Tagen. Lo Wood ist Cornerback und kommt aus Apopka in Florida. Notre Dame war für ihn bereits seit einiger Zeit der Favorit. Und dabei spielte der akademische Ruf der Universität eine große Rolle. Aber auch die Atmosphäre auf dem Campus hatte es ihm angetan. Kurz und gut, Wood hat seine Entscheidung für die Irish offiziell gemacht.

Neben Notre Dame hatten mit Stanford, Virginia, Wake Forest, Duke, Georgia Tech, Louisville, Michigan, Mississippi und North Carolina State noch etliche andere Colleges Interesse an dem talentierten Passverteidiger.

Damit können die Irish jetzt aktuell acht Neuzugänge melden, drei davon für die Defense.

 
(26.06.2009) 
Nachdem es wochenlang ruhig war um das Recruiting in Notre Dame, überschlagen sich jetzt die Ereignisse. Die zweite mündliche Zusage innerhalb von zwei Tagen erreichte Irish Head Coach Charlie Weis gestern: Defensive End Blake Lueders wird im nächsten Jahr in Notre Dame sein Studium antreten und natürlich für die Irish Football spielen.

Lueders stammt aus Zionsville in Indiana. Er weilte am vergangenen Dienstag bereits zum dritten Mal auf dem Campus der Universität. Und offensichtlich war danach seine Entscheidung gefallen. Denn nur 48 Stunden später machte er es offiziell.

Natürlich war ein Hochkaräter wie er gefragt bei anderen Colleges. So offerierten ihm Purdue, Stanford, Vanderbilt, Virginia, Virginia Tech, Wake Forest, Boston College, Indiana, Iowa, North Carolina und Northwestern ebenfalls ein Sportstipendium.

Die Irish konnten mit ihm den siebten Neuzugang für 2010 melden, den zweiten für die Defense.

 
(25.06.2009) 
Ein Quarterback für Charlie Weis! Gestern abend weilte Andrew Hendrix zum wiederholten Male in Notre Dame. Das zeigte bereits sein großes Interesse an den Irish. Und offensichtlich war die Zeit auch reif für ihn, eine Entscheidung zu treffen. So teilte er dem Irish Head Coach mit, dass er sich für Notre Dame entschieden habe.

Dabei war die Liste der konkurrierenden Colleges meterlang. So buhlten neben den Irish noch Ohio State, Penn State, Tennessee, Virginia, Wisconsin, Cincinnati, Miami und Nebraska - neben vielen anderen um seine Gunst.

Die Irish aber können jetzt erst mal tief durchatmen. Immerhin stand ein Quarterback ganz weit oben auf ihrer Bedarfsliste.

Hendrix kommt mit erstklassigen Referenzen nach Notre Dame. So spielt er derzeit für die Moeller Highschool in Cincinnati. Und das ist eines der besten Highschool Teams in den USA

 
(08.06.2009) 
Neuzugang Nummer fünf konnten die Irish gestern melden: Bennett Jackson informierte Head Coach Charlie Weis, dass er ab Herbst 2010 in Notre Dame studieren und Football spielen will.

Der junge Wide Receiver aus Hazlet in New Jersey beendete damit seinen Recruiting Prozess. Die Liste der Schulen, die sich für Jackson interessierten, ist recht lang. Unter anderen war Pittsburgh, Rutgers, West Virginia, Boston College, Connecticut, Iowa, Michigan State und North Carolina an seinen Diensten interessiert.

Jackson ist bereits der zweite Neuzugang auf der Wide Receiver Position - und der vierte neue Mann für die Offense.

 
(26.05.2009) 
Alex Welch heißt der vierte Neuzugang der Irish für das kommende Jahr. Damit beendeten die Irish eine "Durststrecke" von beinahe drei Monaten. Am 4. Februar konnte der zuvor letzte Neuzugang (Chris Martin) gemeldet werden.

Welch ist Tight End und gilt als äußerst talentiert. Auf seiner Position zählt er zu den Besten seines Jahrganges. Da ist es kein Wunder, dass die Liste der Colleges, die sich um ihn bemüht hatten, ziemlich lang ist. Unter anderen buhlten Boston College, Florida State, Michigan, Purdue, Oklahoma, Wisconsin, Ohio State, North Carolina und Michigan State um seine Dienste.

Zuletzt hatte der junge Nachwuchs Footballer aus Cincinnati (Ohio) die Liste der für ihn infrage kommenden Colleges auf zwei zusammengestrichen. Neben den Irish waren nur noch die Ohio State Buckeyes im Rennen.

 
(07.05.2009) 
Die College Draft 2009 ist Geschichte. Safety David Bruton war der einzige Irish, der über diesen Weg einen Arbeitsplatz in der NFL fand. Bekanntlich wurde er von den Denver Broncos ausgewählt.

Inzwischen konnten fünf weitere ehemalige Goldhelme als Free Agents bei NFL Teams anheuern. So wird Wide Receiver David Grimes ebenfalls nach Denver gehen. Defensive Tackle Patrick Kuntz zieht es zu den Indianapolis Colts.

An die Westküste verschlägt es Cornerback Terrail Lambert. Er geht zu den San Francisco 49ers. Und die Dallas Cowboys verpflichteten mit Fullback Asaph Schwapp und Offensive Tackle Michael Turkovich gleich zwei ehemalige Spieler der Irish.

Überraschend konnte Linebacker Maurice Crum jr. noch nicht bei einem NFL Team unterkommen. Aber der ehemalige Captain der Irish erhält eine Chance bei den Tampa Bay Buccaneers, die ihn zu einem Try Out eingeladen haben.

Das Gleiche gilt für Defensive End Justin Brown, der eine Einladung der Washington Redskins zu einem Probetraining erhielt.

 
(27.04.2009) 
Wie erwartet, wurde am vorgestrigen ersten Tag der Draft kein Spieler von Notre Dame ausgewählt. Tag zwei begann dann zumindest deutlich erfreulicher. Denn in Runde vier, mit dem insgesamt 114. Pick, wählten die Denver Broncos Irish Strong Safety David Bruton aus.

Fachleute hatten ihm als einzigem Goldhelm Chancen eingeräumt, über die Draft einen Arbeitsplatz in der NFL zu finden. Dabei gingen sie jedoch davon aus, dass er erst in einer der Schlussrunden ausgewählt werden würde.

Am Ende blieb er dann jedoch der einzige ehemalige Irish, der den Weg in die NFL per Draft fand.

Nichts desto trotz wird der eine oder andere in den nächsten Tagen noch als Free Agent ein NFL Team finden. Das gilt insbesondere für Maurice Crum jr..

 
(25.04.2009) 
Heute abend um 18 Uhr (MEZ) startet in New York die diesjährige College Draft der NFL. Wie in jedem Jahr werden die besten Footballer, die ihre College Football Karriere beendet haben, auf die 32 NFL Teams verteilt.

Bei diesem modernen Menschenhandel dürfen die schlechtesten Teams des Vorjahres zuerst wählen. Rein theoretisch können sie sich also mit den besten College Abgängern verstärken.

In insgesamt sieben Draftrunden werden so heute und morgen mehr als 250 Ex College Footballer von den Teams aufgenommen.

Aussichten von Ex Irish

Während im letzten Jahr noch vier Goldhelme über die Draft einen Arbeitsplatz in der NFL gefunden haben, rechnen Experten in diesem Jahr mit deutlich weniger. Lediglich Safety David Bruton werden Chancen eingeräumt, heute oder morgen von einem NFL Team unter Vertrag genommen zu werden. Dabei wird er wohl erst in den späteren Runden, also am morgigen Sonntag, zum Zuge kommen.

Eine Prognose einer US Web Publikation sieht ihn in Runde sechs zu den Miami Dolphins gehen.

Geringe Chancen werden noch Inside Linebacker Maurice Crum jr. eingeräumt. Aber auch für ihn sollte es - wenn überhaupt - erst am Sonntag interessant werden.

Das sind jedoch alles nur Spekulationen. Morgen in den späten Abendstunden wissen wir mehr.

 
(19.04.2009) 
Mit dem traditionellen Blue Gold Game endete gestern das diesjährige Frühjahrs Trainingslager (Spring Camp) der Irish. Vor 31.104 Zuschauern im Notre Dame Stadium standen sich Offense und Defense der Goldhelme in einem Trainingsspiel (Scrimmage) gegenüber.

Das Endergebnis war da eher Nebensache. Erwähnt sei nur, dass die Offense am Ende mit 68-33 deutlich die Oberhand behielt.

Viel wichtiger waren da die Eindrücke, die sich den Zuschauern boten. So konnte insbesondere das Laufspiel der Irish gefallen. Am Ende waren es 247 Yards Raumgewinn, die am Boden erzielt wurden. Dabei hatten alle Runningbacks ihren Anteil. 70 Yards erzielte Armando Allen, der auch nach dem Spiel zum Offensive MVP gekürt wurde. Die beiden anderen eingesetzten Ballträger waren Robert Hughes (93 Yards) und Jonas Grey (89 Yards).

Irish Head Coach Charlie Weis war denn auch mit dem Laufspiel seiner Schützlinge sehr zufrieden, betonte jedoch gleichzeitig, dass es noch viel zu tun gibt, damit sich im Herbst die erhofften sportlichen Erfolge einstellen.

So litt das Passspiel sehr unter dem Umstand, dass während des Trainingslagers immer wieder Leistungsträger verletzungsbedingt ausfielen. Am Ende konnte lediglich Robby Parris alle Trainingseinheiten absolvieren. Darunter litt natürlich die Feinabstimmung zwischen Quarterback und Passempfängern. So konnte Jimmy Clausen am Ende nur eine durchwachsene Bilanz vorweisen: 8 von 17 Pässen vollständig für 70 Yards und eine Interception. Weis betonte, dass es keine Quarterback Kontroverse gibt. Jimmy Clausen ist klar die Nummer eins auf der Spielmacherposition. Aber er lobte die beiden anderen Quarterbacks, die zum Einsatz kamen: Dayne Crist vervollständigte vier seiner zehn Pässe für 40 Yards Raumgewinn. Und Nate Montana konnte gar eine blitzsaubere Bilanz vorweisen: Zwei Pässe geworfen, beide vollständig - für 59 Yards Raumgewinn.

Auf der anderen Seite (Defense) konnte Neuling Zeke Motta (Linebacker) mit sieben Tackles die beste Bilanz vorweisen. Jeweils sechs Tackles gelangen Safety Harrison Smith, Cornerback Darrin Walls und Defensive End Ethan Johnson. Und dann war da noch eine Interception, die zum Touchdown returniert wurde. Cornerback Robert Blanton schaffte dieses Kunststück und wurde dafür zum Defensive MVP gekürt.

Was diese Statistiken wert sind, werden wir jedoch frühestens Anfang September erfahren, wenn die Irish in die neue Saison starten ...

 
(11.03.2009) 
Am Freitag kommender Woche starten die Irish in ihr diesjähriges Frühjahrs Trainingslager (Spring Camp). In den darauffolgenden gut vier Wochen werden die Weichen gestellt für die Football Saison 2009. Dazu stehen dem Team laut NCAA Regularien insgesamt 15 Trainingseinheiten zur Verfügung.

Die letzte Trainingseinheit wird vor Publikum im Notre Dame Stadium ausgetragen. Es ist das traditionelle Blue-Gold Game, das am Samstag, dem 18. April stattfindet.

Bis dahin fließt der Schweiß an jedem Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag (mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung über die Ostertage) in Strömen. Vor allem die jüngeren Spieler haben dann die Chance. sich bei ihren Trainern durch gute Leistungen zu empfehlen. Immerhin geht es darum, die nach der vergangenen Saison ausgeschiedenen Laistungsträger zu ersetzen. Und da sind doch einige Lücken zu füllen ...

 
(21.02.2009) 
In der vergangenen Woche präsentierte Irish Head Coach Charlie Weis die von ihm vorgenommenen Änderungen in seinem Trainerstab. Aber da fehlte noch ein Defensive Line Coach in seinen Ausführungen. Der scheint mit Randy Hart jetzt gefunden zu sein. Zwar fehlt noch die offizielle Bestätigung der Universität, aber seit ein paar Tagen hält sich dieses Gerücht hartnäckig.

Ein Nachfolger von Jappy Oliver, der die Defensive Line der Irish vier Jahre lang trainiert hatte, scheint damit gefunden zu sein.

Hart ist 61 Jahre alt und arbeitete in den letzten 21 Jahren in gleicher Funktion bei den Washington Huskies. Überhaupt trainierte der erfahrene Coach seit nunmehr 35 Jahren ausschließlich die Defensive Lines an insgesamt vier Colleges. Neben Washington waren dies noch Ohio State (wo er auch studierte und - als Offensive Guard - 1968 dem National Championship Team angehörte), Purdue und Iowa State. Und nun folgt - wie es scheint - die fünfte Station seiner Trainerkarriere ...

 
(18.02.2009) 
18 Neuzugänge können die Irish bis zum August begrüßen. So lautet die Bilanz der gerade beendeten Recruiting Kampagne 2009. Nachfolgend nun eine Aufstellung der Neuen, aufgeteilt nach Positionen.

Quarterback

Kein Neuzugang

Nachdem sich die Irish in den beiden letzten Jahren mit Jimmy Clausen, Nate Montana und Dayne Crist überdurchschnittlich auf dieser Position verstärken konnten, bestand in diesem Jahr keine zwingende Notwendigkeit. Zudem war es unter diesen Voraussetzungen schwer, einen weiteren Hochkaräter nach Notre Dame zu locken.

Runningback

Zwei Neuzugänge

Wenn es nur an der individuellen Klasse liegt, müssten die Irish auf der Runningback Position in den nächsten Jahren eigentlich überdurchschnittlich stark sein. Auch in diesem Jahr gelang es Charlie Weis wieder, zwei Nachwuchs Footballer mit Starpotential unter den Golden Dome zu locken.

  1. Cierre Wood
  2. Theo Riddick

Wide Receiver

Zwei Neuzugänge

Mit Shaquelle Evans konnten die Irish einen der besten Passempfänger des letztjährigen Highschooljahrganges unter den Golden Dome locken. Eigentlich galt er als der einzige Neuzugang auf seiner Position. Aber dann ging den Irish nach dem National Signing Day noch ein weiterer Neuer ins Netz ...

  1. Shaquelle Evans
  2. Roby Toma

Tight End

Zwei Neuzugänge

Diese Position war bereits recht frühzeitig mit zwei Neuzugängen in trockenen Tüchern. So war Jake Golic der erste Neuzugang des letzten Jahres überhaupt und auch Tyler Eifert entschied sich frühzeitig für die Goldhelme.

  1. Jake Golic
  2. Tyler Eifert

Offensive Line

Vier Neuzugänge

Beinahe wäre es den Irish erneut gelungen, eine vollständige Offensive Line zu verpflichten. Am Ende können sie dennoch zufrieden sein, weil ihnen einige dicke Fische ins Netz gegangen sind. So zählt Chris Watt zu den besten Offensive Guards seines Jahrganges. Und mit Jordan Cowart holte Head Coach Weis einen Center und Long Snapper nach Notre Dame.

  1. Zach Martin (Offensive Tackle)
  2. Chris Watt (Offensive Guard)
  3. Alex Bullard (Offensive Guard)
  4. Jordan Cowart (Center)

Defensive Line

Ein Neuzugang

Nach den beiden letzten Jahren, in denen die Irish hier zahlenmäßig überaus erfolgreich waren, gelang ihnen diesmal nur ein Neuzugang, der allerdings hochkarätig ist.

  1. Tyler Stockton (Defensive Tackle)

Linebacker

Vier Neuzugänge

In der Recruiting Season 2009 gibt es kein College, das sich auf dieser Position besser verstärken konnte als die Irish. Das liegt sicher hauptsächlich an Manti Te'o, der sich bekanntlich am National Signing Day als Irish outete. Aber auch die anderen Neuzugänge können sich absolut sehen lassen.

  1. Manti Te'o (Inside Linebacker)
  2. Carlo Calabrese (Inside Linebacker)
  3. Zeke Motta (Outside Linebacker)
  4. Dan Fox (Outside Linebacker)

Defensive Backfield

Ein Neuzugang

Mit Marlon Pollard ist den Irish kurz vor Schluss noch ein hochkarätiger Cornerback von der Fahne gegangen. Nun bestand auf dieser Position in diesem Jahr eh kein akuter Bedarf. Am Ende war E.J. Banks der einzige Neuzugang. Aber der gilt als sehr vielseitig, hat er doch an seiner Highschool zuletzt sogar als Quarterback gespielt.

  1. E.J. Banks (Safety)

Kicker

Zwei Neuzugänge

Nachdem das Kicking Game der Irish in der ersten Saisonhälfte 2008 sehr krankte entschloss sich Charlie Weis in diesem Jahr, sowohl einen Punter als auch einen Kicker nach Notre Dame zu holen.

  1. Nick Tausch (Kicker)
  2. Ben Turk (Punter)
Am Ende konnten die Irish zehn Neuzugänge für die Offense holen. Sechs Neue werden künftig die Defense verstärken. Dazu kommen zwei Kicker.
 
(14.02.2009) 
Im Rahmen einer Pressekonferenz gab Irish Head Coach Charlie Weis gestern einige tiefgreifende Änderungen in seinem Trainerstab bekannt.

Weis Head Coach und Offensive Coordinator in Personalunion

Nachdem Michael Haywood Notre Dame verlassen hat (er ist jetzt Head Coach in Miami/Ohio), war der Posten des Offensive Coordinators vakant. Nun wird Weis selbst diese Aufgabe übernehmen. Das bedeutet auch, dass er in der kommenden Saison wieder das Play Calling (Bestimmung der Spielzüge) übernehmen wird.

Diese neue Aufgabe bedeutet jedoch auch, dass er sich fortan hauptsächlich mit der Offense beschäftigen wird. Da ist es natürlich wichtig, dass er auf der anderen Seite des Balles Coaches hat, auf die er sich verlassen kann, die ihm halt einiges an Arbeit abnehmen können. Aus diesem Grunde gab es auch in der Defense eine einschneidende Änderung.

Jon Tenuta neuer Defensive Coordinator

Ab sofort wird Jon Tenuta hauptverantwortlich sein für die Defense. Dem erfahrenen Football Lehrer wird außerdem die Aufgabe zufallen, die Spielzüge der Defense zu bestimmen (Defensive Play Calling). Er übernimmt diese Aufgabe von Corwin Brown, der sich künftig vermehrt um das Defensive Backfield kümmern wird. Außerdem bekleidet er ab sofort das Amt des Assistant Head Coach (Defense).

Natürlich kam die Frage, wie denn Brown mit dieser Situation umgehen würde. Weis erklärte dazu, dass der Vorschlag für den Rollentausch von Brown selbst gekommen sei. Die Sorge, dass hier ein Mitarbeiter unzufrieden mit seiner Situation sei, ist damit wohl unbegründet.

Neue Gesichter

Die drei ausgeschiedenen Coaches Michael Haywood, Jappy Oliver und John Latina werden durch neu verpflichtete Football Lehrer ersetzt. Bekanntlich ist Frank Verducci künftig verantwortlich für die Offensive Line, und Tony Alford übernimmt das Training der Runningbacks. Dazu kommt Bryant Young, der als Graduate Assistant vorgestellt wurde. Young hatte bekanntlich zu Beginn der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts sehr erfolgreich Football gespielt für die Irish. Vor gut einem Jahr erklärte er dann nach mehr als zwölf Jahren im Trikot der San Francisco 49ers seinen Rücktritt vom aktiven Sport. Nun beginnt er also - wieder in Notre Dame - seine Karriere als Coach.

Luke Schmidt beendet Football Karriere

Am Rande der Pressekonferenz wurde auch bekannt, dass Fullback Luke Schmidt seine Football Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden muss. Weis nannte eine Reihe von Gehirnerschütterungen im letzten Jahr als Grund. Schmidt wird sein Studium in Notre Dame aber auf jeden Fall fortsetzen.
 
(06.02.2009) 
Kein Ende einer Recruiting Kampagne ohne eine Überraschung. Die Irish erlebten derer sogar zwei in diesem Jahr. Denn völlig unverhofft hat sich noch ein 18. Neuzugang eingefunden. Roby Toma ist Wide Receiver und kommt aus Honolulu auf Hawaii. Dort besuchte er die gleiche Highschool wie Notre Dames spektakulärster Neuzugang des Jahres Manti Te'o. Und die beiden sind befreundet.

Eigentlich hatte sich Toma für UCLA entschieden, wollte also an der Westküste der USA studieren und College Football spielen. Aber dann folgte er seinem Freund in den mittleren Westen und erklärte heute, ebenfalls nach Notre Dame kommen zu wollen.

An dem wieselflinken Passempfänger war neben UCLA auch noch Utah und Hawaii (neben einigen anderen) interessiert.

 
(05.02.2009) 
Kaum ist die Recruiting Saison 2009 beendet, basteln die Colleges schon an ihrer nächsten Recruiting Klasse. So konnten die Irish gestern bereits ihren dritten Neuzugang für das nächste Jahr melden. Chris Martin ist Outside Linebacker und lebt in Oakland, im sonnigen Kalifornien.

Damit machten die Irish das Rennen um den talentierten Defensiv Künstler, der noch von etlichen anderen Colleges heftig umworben war. So buhlten auch Oregon, USC, Stanford, UCLA, California, Georgia, LSU, Nebraska und North Carolina um seine Dienste.

 
(04.02.2009) 
War das ein Riesen Coup für die Irish. Manti Te'o, seines Zeichens einer der besten Footballer seines Jahrganges und wohl der beste Inside Linebacker aller Highschool Abgänger dieses Jahres, hat sich für Notre Dame entschieden. Heute gab er im Rahmen einer Pressekonferenz auf Hawaii seine Entscheidung bekannt.

Kenner der Szene waren gestern noch davon ausgegangen, dass Te'o zu USC gehen wird. Immerhin hat er dem College im Süden Kaliforniens noch am vergangenen Wochenende einen Besuch abgestattet.

Dass er sich letztlich für die Irish entschieden hat, war deshalb schon eine kleine Sensation.

Der junge Mann aus Honolulu auf Hawaii hatte sich viel Zeit genommen um die Angebote der interessierten Colleges zu prüfen. Vor ein paar Wochen reduzierte er die Zahl der für ihn in Frage kommenden Colleges dann auf drei. Neben den Irish und USC war UCLA noch im Rennen.

Und nun können sich die Irish Fans auf einen Spieler freuen, der mit ziemlicher Sicherheit bereits in diesem Jahr für Furore sorgen wird.

 
(02.02.2009) 
Übermorgen ist in den USA National Signing Day. Das bedeutet, dass sich ab Mittwoch die Highschool Abgänger an dem College ihrer Wahl einschreiben können. Für die Irish bedeutet dies, dass sie übermorgen 17 Faxe mit ausgefüllten Anmeldeformularen erwarten. Denn so viele Neuzugänge haben den Irish bislang ihre mündliche Zusage gegeben.

Natürlich besteht noch die Chance, dass der eine oder andere Neuzugang hinzukommt. Denn einige Nachwuchs Footballer geben ihre Entscheidung, zu welchem College sie gehen wollen, erst am Mittwoch bekannt. So werden Gerüchten zufolge zwei der besten Spieler auf ihren Positionen mit den Irish in Verbindung gebracht.

Dabei handelt es sich um Byron Moore (Safety) und Manti Te'o (Inside Linebacker).

Moore hatte sich eigentlich bereits für USC entschieden. Vor ein paar Wochen jedoch erklärte er, dass er neu über das College seiner Wahl nachdenken werde. Und da waren die Irish plötzlich im Rennen um den talentierten Safety. Allerdings gibt es mit California (Universität von Kalifornien) und Colorado zwei starke Mitbewerber. Und auch USC ist offenbar noch nicht ganz aus dem Rennen.

Ähnlich verhält es sich mit Manti Te'o. Auch um ihn bemühen sich derzeit neben den Irish noch zwei weitere Colleges: USC und UCLA. Am vergangenen Wochenende hat er USC besucht. Damit hat er alle für ihn in Frage kommenden Colleges in Augenschein genommen. Morgen wird der Nachwuchs Linebacker mit Starpotential bekanntgeben, an welchem College er sein Studium absolvieren will.

Ansonsten war es in den letzten Wochen ruhig auf der Recruiting Front der Irish. Die meisten Sportstipendien sind lange vergeben. Und potentielle weitere Neuzugänge werden - mit Ausnahme der oben genannten - nicht gehandelt.

 
(26.01.2009) 
Daniel Smith gab den Irish heute seine mündliche Zusage. Er steht damit als zweiter Neuzugang für die Saison 2010 fest.

Smith spielt Wide Receiver. Er lebt in South Bend, und damit in unmittelbarer Nähe zum Campus der Universität. Da ist es doch Ehrensache, dass er in der vergangenen Saison alle Heimspiele der Goldhelme live im Stadion verfolgte. Und als Charlie Weis ihm ein Sportstipendium angeboten hatte, brauchte er nicht lange zu überlegen ...

An den Diensten des talentierten Nachwuchs Footballers waren einige andere Colleges aus dem mittleren Westen interessiert: Purdue, Illinois, Indiana und Iowa.

 
(20.01.2009) 
Tony Alford heißt der neue Runningbacks Coach der Irish. Das wurde gestern offiziell von der Universität bekanntgegeben. Er löst damit Mike Haywood ab, der diese Position - neben seiner Funktion als Offensive Coordinator - bisher ausgefüllt hatte. Haywood wechselte bekanntlich als Head Coach nach Miami, Ohio.

Mit Alford bekommen die Irish - nach allgemeiner Expertenmeinung - einen erstklassigen Runningbacks Coach, der sich zudem noch einen Namen gemacht hat als hervorragender Recruiter.

In den beiden letzten Jahren war er in gleicher Funktion bei den Louisville Cardinals angestellt. Davor waren Iowa State und Washington weitere Stationen seiner Trainerlaufbahn.

Ein gutes Laufspiel setzt neben guten Runningbacks eine sehr gut funktionierende Offensive Line voraus. Beide Positionen werden ab sofort von neuen Coaches betreut (Frank Verucci wurde vor wenigen Tagen als neuer Offensive Line Coach der Irish vorgestellt). Bleibt abzuwarten, ob die beiden Neuen dem mehr oder weniger brach liegenden Laufspiel der Goldhelme wieder Leben einhauchen können ...

Weitere neue Coaches - die Gerüchteküche brodelt

Während die Verpflichtung von Tony Alford feststeht, werden zwei weitere Namen als heiße Kandidaten gehandelt. Dabei geht es um wohlbekannte Gesichter in Notre Dame: Bryant Young entwickelte sich Anfang der 90er Jahre in Notre Dame zu einem dominierenden Defensive Line Spieler. Nach einer erfolgreichen 14 jährigen NFL Karriere (bei den San Francisco 49ers) sucht er nun neue Herausforderungen. Und ganz offensichtlich strebt er eine Karriere als Coach an. In Notre Dame kursieren Gerüchte, dass er bald den Trainerstab der Irish verstärken wird. Das Gleiche gilt für Tim Grunhard. Der Offensive Guard wurde 1988 mit den Irish National Champion. In der NFL spielte er 11 Jahre für die Kansas City Chiefs. Inzwischen ist Grunhard im Raum Kansas City als Coach an einer High School tätig. Aber offenbar strebt er nach höherem. Auch er soll - so besagen es die Gerüchte - bald nach Notre Dame zurückkehren.
 
(15.01.2009) 
Neuer Offensive Line Coach bei den Irish wird Frank Verducci. Das wurde gestern von der Universität bekanntgegeben. Damit wurde aber auch gleichzeitig der dritte Rücktritt eines bisherigen Assistenztrainers offiziell. John Latina, bisher in diesem Bereich tätig, gab nämlich seinen Abschied von den Irish bekannt.

Verducci arbeitete in den letzten neun Jahren für diverse NFL Teams. Zuletzt stand er zwei Jahre auf der Gehaltsliste der Cleveland Browns. Über Erfahrung im College Football Bereich verfügt er ebenfalls. So war er beispielsweise zehn Jahre als Assistenztrainer in Iowa tätig. Weitere Stationen seiner Trainertätigkeit waren Northwestern, Northern Illinois und Maryland.

 
(12.01.2009) 
Schlechte Nachricht für Irish Fans: Nachwuchs Cornerback Marlon Pollard, der den Irish seine mündliche Zusage gegeben hatte, dass er nach Notre Dame kommen wird, hat es sich anders überlegt. Er plant jetzt, sein Studium bei UCLA (Universität von Kalifornien in Los Angeles) zu absolvieren.

Damit ist den Irish der einzige Cornerback unter den Neuzugängen, noch dazu einer der Besten seines Jahrganges, von der Fahne gegangen.

Pollard hatte sich ursprünglich bereits für UCLA entschieden bevor er Charlie Weis versprach, nach Notre Dame zu kommen. Nun ist also erneut UCLA sein Ziel. Bleibt abzuwarten, ob dies seine endgültige Entscheidung ist ...

 
(09.01.2009) 
Defensive Line Coach Jappy Oliver verlässt Notre Dame. Das war die Meldung des Tages unter dem Golden Dome. Oliver gehörte seit vier Jahren zum Trainerstab der Irish. Er kam 2005 zusammen mit dem damaligen Defensive Coordinator Rick Minter aus South Carolina zu den Irish.

Zu den Hintergründen der Trennung gibt es derzeit keine Informationen. Von offizieller Stelle verlautete lediglich, dass Oliver zurückgetreten sei und andere Optionen prüft.

Damit muss Head Coach Charlie Weis eine zweite Stelle in seinem Trainerstab neu besetzen. Denn neben Oliver ist bekanntlich auch Offensive Coordinator Michael Haywood ausgeschieden, der als neuer Head Coach an die Universität von Miami, Ohio wechselt.

 
(04.01.2009) 
Die aktuelle Recruiting Periode ist noch nicht beendet - sie endet offiziell mit dem National Signing Day am 4. Februar - da können die Irish bereits den ersten Neuzugang für 2010 melden: Christian Lombard kommt aus Palatine in Illinois.

Im Moment weilt der junge Offensive Tackle in San Antonio, Texas. Seit einigen Jahren ist es üblich, dass die besten Highschool Juniors (Highschool Footballer in ihrem dritten Jahr) um die Jahreswende dorthin eingeladen werden um an einem Trainingscamp teilzunehmen. Und von dort gab Lombard seine Entscheidung für die Irish bekannt.

Vor allem Schulen aus der Big Ten (Purdue, Wisconsin, Illinois, Iowa und Michigan), aber auch andere Colleges wie Stanford, Arizona, North Carolina und Nebraska, hatten ihre Angel nach dem talentierten Footballer ausgeworfen.

 
(01.01.2009) 

Datum

Spielort

Gegner

Ergebnis

05.09.2009 Notre Dame NEVADA 35 - 0 [ S ]
12.09.2009 Ann Arbor, MI MICHIGAN 34 - 38 [ N ]
19.09.2009 Notre Dame MICHIGAN STATE 33 - 30 [ S ]
26.09.2009 West Lafayette, IN PURDUE 24 - 21 [ S ]
03.10.2009 Notre Dame WASHINGTON 37 - 30 [ S ]
17.10.2009 Notre Dame USC 27 - 34 [ N ]
24.10.2009 Notre Dame BOSTON COLLEGE 20 - 16 [ S ]
31.10.2009 San Antonio, TX WASHINGTON STATE 40 - 14 [ S ]
07.11.2009 Notre Dame NAVY 21 - 23 [ N ]
14.11.2009 Pittsburgh, PA PITTSBURGH 22 - 27 [ N ]
21.11.2009 Notre Dame CONNECTICUT 30 - 33 [ N ]
28.11.2009 Stanford, CA STANFORD 38 - 45 [ N ]
 

Interessantes

2021: 16 Neuzugänge
2022: 2 Neuzugänge
Ergebnis-Datenbank

Übersicht Spiele

NOTRE DAME 2020
(0 - 0)
Duke
heim
12.09.2020
Wake Forest
ausw
26.09.2020
Florida State
heim
10.10.2020
Louisville
heim
17.10.2020
Pittsburgh
ausw
24.10.2020
Georgia Tech
ausw
31.10.2020
Clemson
heim
07.11.2020
Boston College
ausw
14.11.2020
North Carolina
ausw
27.11.2020
Syracuse
heim
05.12.2020

NOTRE DAME 2009
(6 - 6)
Nevada
S
35
-
0
Michigan
N
34
-
38
Michigan State
S
33
-
30
Purdue
S
24
-
21
Washington
S
37
-
30
USC
N
27
-
34
Boston College
S
20
-
16
Washington St.
S
40
-
14
Navy
N
21
-
23
Pittsburgh
N
22
-
27
Connecticut
N
30
-
33
Stanford
N
38
-
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